sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Über eine Begegnung

Heute Morgen hatte ich eine Begegnung außergewöhnlicher Art.

Es wummerte und rumorte oben am Berg. Der Berg ist eigentlich ein Hügel, aber für mich ist es ein Berg. Und dahinter liegt das Sondereinsatzkommando das sogenannte Ka-Es-Ka. Dort wummerte ein Hubschrauber. Und um es gleich vorweg zu sagen, mich nervt so ein Geräusch am Morgen, wenn ich mit meiner Hündin unterwegs bin.

Nun änderte ich also meine Runde, damit ich dem Wummern nicht zu Nahe kam. Doch da….. das Wummern erhob sich von seinem Platz und nahm die Gestalt eines riesigen Militärhubschraubers an. Es umkreiste den ganzen Berg und ja, kam dann auch auf Augenhöhe zu mir. Ich war sehr erschrocken, denn er war im Tiefflug und kreuzte meinen Weg in einer sehr geringen Distanz. Es ist einschüchternd. Es ist unglaublich tief und nahe. Es scheint mich ins Visier genommen zu haben……

Und da…… dort hinten kommen von der Seite gleich drei Hubschrauber. Etwas elegantere Teile. Sie nehmen Kurs auf den Hügel, woher der andere Wummerbrocken kam, der mich übrigens immer noch zu umkreisen scheint. Er fliegt seine Kreise weiter. Zum Schutz der anderen so vermute ich und vermutlich wollen sie wirklich sehen, was ich hier mache. Hey…. mit meinem Hund? Was werde ich wohl machen? Ich mache mir vor Angst beinahe ins Hemd, denn es ist sehr erschreckend. Ich suche den Baumrand als Schutz, gehe über eine Wiese und werde wieder und wieder umkreist. Jetzt in weiterem Abstand, aber tatsächlich ist mir gar nicht wohl. Ich will nur noch nach Hause. Weg von dem Wummer-Brummer.

Und da…. kommt mir eine Walkerin entgegen. Wir halten kurz und tauschen uns aus über die Bundeswehr und ihr tun. Siezen uns … bis ich nach meinem Namen gefragt werde und wir uns Wiedererkennen. Hey Steffi – Hey Martina! Wir waren doch mal Kolleginnen! Und nun? Wir werden uns treffen, demnächst. Ganz sicher!

Eine Umarmung zum Abschied und ein freudiges Herz.

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Schreiben für ein Neues Vertrauen

img_1648Das Neue Jahr hat mit viel Unsicherheit begonnen. Doch was ist schon sicher? Ich blicke mich ängstlich um, noch nicht wieder angekommen in meinem Leben und doch ist es MEIN Leben.

Ich weiss nicht, ob ich nun geschieden bin oder noch nicht. Ein seltsamer Zustand. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen haben nun zum Glück endlich ein Ende genommen. Der Rest wird mir schriftlich mitgeteilt. Aber dies nur am Rande.

Alles um mich herum ist unsicher geworden und in mir ist es unruhig. Ein sicherer Anker ist mir das Schreiben. Das Vertrauen meiner Hündin an meiner Seite. Und da sind noch meine Freunde…… Und wenn ich genauer überlege, dann tauchen noch einige Dinge mehr auf, die mir Halt geben.

Schreibend gehe ich auf die Suche.

Zeile um Zeile.

Schritt für Schritt.

Und sichere meinen „Schreib-Anker“ in meinem Neuen Jahr. Ich versuche es…… wieder mehr von mir hören zu lassen. Am Schreib – Leben wieder teilzunehmen. Mir meinen Ankerplatz zu sichern und Bodenhaftung finden.

©Martina Väth


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Leichtigkeit

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Leichtigkeit

Schaukeln möchte ich
wie ein Kind
mit einem Herzen voll Leichtigkeit
in den Himmel fliegen.

Die Sterne küssen
einen Salto über den Mond drehen
und in Pirouetten um den Saturn tanzen
eine Handvoll Sternenstaub pflücken.

Sanft wie eine Feder
über die Ozeane streifen
mit einer Hand in das Wasser tauchen
und die Delfine beim Singen berühren.

zurück in meinem Zuhause
erwachen mit einem Lächeln
den Bauch meines Hundemädels kitzeln
und doppelte Zufriedenheit finden.

© Martina Väth

 


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Wiederbelebung

Ausatmen – Einatmen im Wechsel. Das Verbrauchte abgeben – Neues hereinlassen. Gelebtes loslassen – Ungelebtes hereinlassen. Das Erinnern verwerten, als Lernprozess. So ungefähr.

Auf der Suche nach dem Sinn…….. Jeder Atemzug macht Sinn. Versorgt den Körper und Geist mit Sauerstoff. Leben. Jeder gelebte Erinnerungsfetzen……. Nichts festhalten, sondern loslassen um der Gesundheit willen. Lernen. Und weitergehen.

Die Lebensschule ist ein gewichtiger Ort. Wer denkt schon über den Atem nach? Geschieht es doch von selbst – normalerweise. Bewusstes Ausatmen, lange und ausgedehnt. PAUSE. Bis der Lufthunger von alleine kommt…… Und dann, bewusst und tief mit allen Facetten der Selbstwerdung, die frische Atemluft in alle Zellen des Körpers hereinlassen. Sich selbst neu beleben. Mich selbst frisch atmen.

Meine persönliche Wiederbelebung – Schreiben. Schreiben ist für mich wie atmen. Ein Stück Sicherheit in mir, trotz unruhigen Zeiten – noch immer. Während ich die Unsicherheit nicht abstellen kann, kann ich doch mit Sicherheit atmen. Worte atmen. Den Schreibseelenhunger mit einem Buchstabensüppchen beleben. Mich Wiederbeleben.

©Martina Väth

 


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Zuhause

Wo ist mein Zuhause? Im Moment hier wo ich wohne. Heute.

Und Morgen? Es steht in den Sternen……. Hier oder doch wo ganz anders?

Auf alle Fälle wird mein Zuhause an dem Ort sein, wo auch ich bin. Denn ich bin in Mir zuhause. Mit meinen Fähigkeiten, Projekten, Freuden und meinem Fühlen. Mein Empfinden für ein Zuhause ist gewachsen. In der Mitte von mir ist ein Punkt, eine Linie, ein Raum. Zeit zu Leben!

Denn DIESEN Ort des wohnens kann ich selbst bestimmen. Den Ort in Mir, welcher meine Seele belebt. Schreiben, lesen, musizieren……. all die Dinge, die mein Zuhause sind. Weil ich mich darin wohlfühle. Mich geborgen fühle. Freude empfinde. So kann ich es überall mitnehmen. Auf Reisen und überall auf der Welt. Denn: ich bin wo ich bin Zuhause.

Mein inneres Zuhause ist gesichert.

Das äußere ist es NIEMALS


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Schreiben um des Schreibens Willen

Weil es aus dem Herzen kommt. Mit dem Füllhalter das Papier kitzeln…. und manchmal schroffe Linien führen. Wenn der Unmut zu Papier gebracht werden will. Und dann wieder diese leise sanftschwingende Aufwärtsstreben des Füllhalters, zu neuen Schwüngen ansetzend. Mit Leichtigkeit wie ein Schmetterlingsflug im Auf und Ab eines Tanzes. Bögen, Linien, Kreisgebilde, Worte finden. Staunend beobachte ich das sich selbst-verständigende Wort! Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes schreiben.

Mein Herz war durchsetzungsstärker. Nicht unbedingt lauter. Laut ist der Verstand. Und doch hat sich das leise durchgesetzt. Heiter betrachte ich diesen Text. Es schrieb sich von alleine. Ganz ohne Mühe! Das Schreiben um des Schreibens willen.


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Gedanken in der Nacht

Wenn ich nicht schlafen kann….

kann ich schreiben. Über die Dinge, welche mich berühren.

Manchmal wenn mir die richtigen Worte fehlen, setze ich mich an mein Klavier. Mitten in der Nacht. Es stört ja niemand. Alleine sein hat auch Vorteile. Klaviertöne mitten in der Nacht. Leise, vorsichtig. Als ob ich jemand wecken könnte. Doch es ist niemand da und draußen ist die Nacht. Die Nacht ist mein Freund, genauso wie der Tag. Sonne ist mir lieber. Doch die Nacht trägt Ruhe in mein wundes Herz.

Verletzungen heilen mit Musik. Töne aus dem Herzen, leise und vorsichtig dringen sie nach außen. Mitten in der Nacht ……

Töne eines neuen Lebens. Mutig schreiten die Töne voran und ich wundere mich über ihre Klarheit. Zögerlich komme ich hinterher. Das Herz ist langsamer als der Verstand. Das Herz begreift nicht immer gleich. Mit den Tönen ist es anders. Sie kommen aus meinem Innern. Werden hörbar. Finden aus dem Innen nach Außen und wieder zurück. Werden zu Helfern und heilen. Musik bringt die Leidenschaft einer vergessenen Lebendigkeit und trägt sie in den Raum. Mitten in der Nacht beginnt ein neuer Tag. Ein Frühlingstag.