sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Wiederbelebung

Ausatmen – Einatmen im Wechsel. Das Verbrauchte abgeben – Neues hereinlassen. Gelebtes loslassen – Ungelebtes hereinlassen. Das Erinnern verwerten, als Lernprozess. So ungefähr.

Auf der Suche nach dem Sinn…….. Jeder Atemzug macht Sinn. Versorgt den Körper und Geist mit Sauerstoff. Leben. Jeder gelebte Erinnerungsfetzen……. Nichts festhalten, sondern loslassen um der Gesundheit willen. Lernen. Und weitergehen.

Die Lebensschule ist ein gewichtiger Ort. Wer denkt schon über den Atem nach? Geschieht es doch von selbst – normalerweise. Bewusstes Ausatmen, lange und ausgedehnt. PAUSE. Bis der Lufthunger von alleine kommt…… Und dann, bewusst und tief mit allen Facetten der Selbstwerdung, die frische Atemluft in alle Zellen des Körpers hereinlassen. Sich selbst neu beleben. Mich selbst frisch atmen.

Meine persönliche Wiederbelebung – Schreiben. Schreiben ist für mich wie atmen. Ein Stück Sicherheit in mir, trotz unruhigen Zeiten – noch immer. Während ich die Unsicherheit nicht abstellen kann, kann ich doch mit Sicherheit atmen. Worte atmen. Den Schreibseelenhunger mit einem Buchstabensüppchen beleben. Mich Wiederbeleben.

©Martina Väth

 

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Zuhause

Wo ist mein Zuhause? Im Moment hier wo ich wohne. Heute.

Und Morgen? Es steht in den Sternen……. Hier oder doch wo ganz anders?

Auf alle Fälle wird mein Zuhause an dem Ort sein, wo auch ich bin. Denn ich bin in Mir zuhause. Mit meinen Fähigkeiten, Projekten, Freuden und meinem Fühlen. Mein Empfinden für ein Zuhause ist gewachsen. In der Mitte von mir ist ein Punkt, eine Linie, ein Raum. Zeit zu Leben!

Denn DIESEN Ort des wohnens kann ich selbst bestimmen. Den Ort in Mir, welcher meine Seele belebt. Schreiben, lesen, musizieren……. all die Dinge, die mein Zuhause sind. Weil ich mich darin wohlfühle. Mich geborgen fühle. Freude empfinde. So kann ich es überall mitnehmen. Auf Reisen und überall auf der Welt. Denn: ich bin wo ich bin Zuhause.

Mein inneres Zuhause ist gesichert.

Das äußere ist es NIEMALS


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Schreiben um des Schreibens Willen

Weil es aus dem Herzen kommt. Mit dem Füllhalter das Papier kitzeln…. und manchmal schroffe Linien führen. Wenn der Unmut zu Papier gebracht werden will. Und dann wieder diese leise sanftschwingende Aufwärtsstreben des Füllhalters, zu neuen Schwüngen ansetzend. Mit Leichtigkeit wie ein Schmetterlingsflug im Auf und Ab eines Tanzes. Bögen, Linien, Kreisgebilde, Worte finden. Staunend beobachte ich das sich selbst-verständigende Wort! Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes schreiben.

Mein Herz war durchsetzungsstärker. Nicht unbedingt lauter. Laut ist der Verstand. Und doch hat sich das leise durchgesetzt. Heiter betrachte ich diesen Text. Es schrieb sich von alleine. Ganz ohne Mühe! Das Schreiben um des Schreibens willen.


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Gedanken in der Nacht

Wenn ich nicht schlafen kann….

kann ich schreiben. Über die Dinge, welche mich berühren.

Manchmal wenn mir die richtigen Worte fehlen, setze ich mich an mein Klavier. Mitten in der Nacht. Es stört ja niemand. Alleine sein hat auch Vorteile. Klaviertöne mitten in der Nacht. Leise, vorsichtig. Als ob ich jemand wecken könnte. Doch es ist niemand da und draußen ist die Nacht. Die Nacht ist mein Freund, genauso wie der Tag. Sonne ist mir lieber. Doch die Nacht trägt Ruhe in mein wundes Herz.

Verletzungen heilen mit Musik. Töne aus dem Herzen, leise und vorsichtig dringen sie nach außen. Mitten in der Nacht ……

Töne eines neuen Lebens. Mutig schreiten die Töne voran und ich wundere mich über ihre Klarheit. Zögerlich komme ich hinterher. Das Herz ist langsamer als der Verstand. Das Herz begreift nicht immer gleich. Mit den Tönen ist es anders. Sie kommen aus meinem Innern. Werden hörbar. Finden aus dem Innen nach Außen und wieder zurück. Werden zu Helfern und heilen. Musik bringt die Leidenschaft einer vergessenen Lebendigkeit und trägt sie in den Raum. Mitten in der Nacht beginnt ein neuer Tag. Ein Frühlingstag.

 


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Mich leiten lassen….

Heute war ich mit meiner Hündin flüchtend unterwegs. Das muss ich erklären: Es ist so, dass ich an einem Ort lebe, wo die Bundeswehr seit Neuestem vermehrt Sprengübungen durchführt. Heute war es besonders schlimm. Meine Hündin leidet. Und ich auch. Sie sucht Schutz bei mir und im Auto. Beim ersten Knall rennt sie mir zurück zum Auto und wartet davor. Das tut mir sehr leid. So redete ich mit meiner Hündin: „wir fahren heute woanders hin, irgendwohin wo es nicht knallt“. Packte unsere Sachen und los ging es, ins Auto und weg…..

Weg, waren 15 km Fahrt in ein Waldgebiet. Erleichtert ließ ich sie laufen…… Keine 10 Minuten vergingen, da gab es drei dumpfe Detonationsgeräusche! Bis hierher zu hören! Mich macht das sprachlos und meine Hündin brachte es sofort in den Fluchtreflex. Leider kann ich nicht so schnell laufen wie sie. So sehe ich sie dann ums Auto kreisen mit hilfesuchendem Blick zu mir. Da fahre ich also 15 km um in Ruhe einen schönen Spaziergang zu machen und dann DAS! Für zehn Minuten Gassigang?

Nun – da wir schon mal so lange gefahren sind und Zuhause die Ungemütlichkeit derzeit wohnt, habe ich wieder mit meiner Hündin geredet: „weisst Du was? Wir fahren jetzt in ein Einkaufszentrum und machen uns einen schönen Tag.“ Ich weiss nicht, ob es nicht eher ein Selbstgespräch war, aber es war ein Beschluss. Spontan und ohne mit der Absicht gestartet zu sein, überprüfte ich meine finanzielle Lage. Hmmm, Einkaufszentrum was will ich dort ohne Geld? Und meine Lesebrille habe ich auch nicht dabei. Also wusste ich eigentlich nicht so richtig was ich dort sollte. In einem Einkaufszentrum.

Kaum hatte ich das Einkaufszentrum betreten, hatte ich sogleich eine nette, freundliche Begegnung mit Menschen. Hundefreunde. Ich setzte mich in einen zur Relax-Zone ernannten Lounchbereich und lauschte der Musik dort. Meine Hündin an meine Seite geschmiegt, schloss ich die Augen und genoss die Ruhe, die Musik und das warme Bündel Lebendigkeit an meiner Seite.

Musik mit Raumklangerleben. Boxen die mich Musik fühlen lasse, erleben lassen. Raumklang! Mit geschlossenen Augen höre ich rechts neben mir die Klänge des Klaviers. Links hinten der Bass, davor ein Saxophon. Und in der Mitte eine Sängerin. Solche Boxen hatte ich einmal in meinem Zuhause. Leider wurden sie mit ausgezogen. Doch war ich nicht wehmütig in dem Moment. Ich genoss das Hiersein bei der Musik und ein Gefühl von Zuhause sein machte sich in mir breit.

Was also brachte mir der Besuch im Einkaufszentrum? Auch ohne Geld, Zufriedenheit und eine handvoll Glück.

Dieses Erleben möchte ich gerne mit euch teilen.


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Über das Finden….

…und Entdecken.

Tief in meinem Kästchen, in so einer versteckten Kellernische habe ich Schätze gefunden. Zeichnungen und Gedankengut. Erinnerungen an eine kreative Schaffenszeit. Vor ein paar Jahren hatte ich an einem kreativen Malkurs teilgenommen. Gemalte Märchen sind da entstanden. Am Ende sollten wir ein Feedback abgeben und ich konnte Nichts sagen. Stattdessen sind Töne aus meinem Mund gekommen. Meinen ganzen Mut musste ich aktivieren um mich irgendwie mitzuteilen. Ja, und dann sang ich……..

Ich weiss noch, dass ich vor Aufregung hyperventilierte. Ich zitterte am ganzen Körper und meine Hände kribbelten, aber ich sang.

Dieser Moment des mich Erinnerns weckt Freude und Entdeckergeist.

Ich kann nicht aufhören zu lächeln.


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Schreibseelenfeuer

Lange Zeit habe ich geschwiegen und Vieles hier nicht mehr geschrieben. Nach zwei Jahren Trennungszeit, kehrt in meinem Herzen langsam Ruhe ein. Lange Zeit konnte ich nur die Nacht sehen, den erloschenen Sternenhimmel. Tränen und Angst. Trennungsschmerz und Allein-gelassen-Sein. Angst vor der „neuen Zeit“, die doch schon längst begonnen hat. Die Zeit nach der Trennung…….

Und nun – lebe ich in einer Zwischenwelt. Noch nicht neu angekommen, aber zur Ruhe gekommen.

Draußen ist es ungemütlich, regnerisch und eine Welt voll Irrlichter treibt ihr Unwesen um Haus und Geld. Koboldgeister und kalte Glassplitter. Nichts ist vergänglicher als Worte, die in den Wind gesprochen werden. Verzerrte Erinnerungen huschen über die Landschaft. Schattenbilder.

Nachtkalt sendent der Mond sein sanftes Licht durch das Fenster und flutet meine Bettdecke. Von irgendwoher fallen Töne in zarten Farben von orange und rosa, bringen Wärme und Geborgenheit mit. Ich weine und weine und kann nicht mehr aufhören. Weine über die Wiederentdeckung der Farben, weine um meinen Stillstand, weine über die Klarheit einer Sopranstimme, deren Klang direkt in mein Herz findet. Weine über die Feststellung „wie-sehr-ich-mich-verloren-habe“. Und weine über das Wiederfinden meines Selbst.

 

Noch bin ich in einer Zwischenwelt. Und doch ist da meine Sehnsucht nach meiner Schreibe-Seele. Danke Sefora, deine Authentizität schenkt mir mit deiner Stimme und diesem Text etwas Besonderes. „Für Dich und Deine Stimme“, hast Du mir in mein Notenheft geschrieben. Und ich habe es mir zu Herzen genommen und in meine wieder-wollende-Schreiberseele. Das Feuer der Leidenschaft „Schreibseelenfeuer“ sendet sein Licht auch in der Dunkelheit. Der Spiegel deiner Seele, leuchtet mir samtig ins Gesicht.

Den ersten Schritt habe ich nun getan. ….