sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Schreiben um des Schreibens Willen

Weil es aus dem Herzen kommt. Mit dem Füllhalter das Papier kitzeln…. und manchmal schroffe Linien führen. Wenn der Unmut zu Papier gebracht werden will. Und dann wieder diese leise sanftschwingende Aufwärtsstreben des Füllhalters, zu neuen Schwüngen ansetzend. Mit Leichtigkeit wie ein Schmetterlingsflug im Auf und Ab eines Tanzes. Bögen, Linien, Kreisgebilde, Worte finden. Staunend beobachte ich das sich selbst-verständigende Wort! Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes schreiben.

Mein Herz war durchsetzungsstärker. Nicht unbedingt lauter. Laut ist der Verstand. Und doch hat sich das leise durchgesetzt. Heiter betrachte ich diesen Text. Es schrieb sich von alleine. Ganz ohne Mühe! Das Schreiben um des Schreibens willen.

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Gedanken in der Nacht

Wenn ich nicht schlafen kann….

kann ich schreiben. Über die Dinge, welche mich berühren.

Manchmal wenn mir die richtigen Worte fehlen, setze ich mich an mein Klavier. Mitten in der Nacht. Es stört ja niemand. Alleine sein hat auch Vorteile. Klaviertöne mitten in der Nacht. Leise, vorsichtig. Als ob ich jemand wecken könnte. Doch es ist niemand da und draußen ist die Nacht. Die Nacht ist mein Freund, genauso wie der Tag. Sonne ist mir lieber. Doch die Nacht trägt Ruhe in mein wundes Herz.

Verletzungen heilen mit Musik. Töne aus dem Herzen, leise und vorsichtig dringen sie nach außen. Mitten in der Nacht ……

Töne eines neuen Lebens. Mutig schreiten die Töne voran und ich wundere mich über ihre Klarheit. Zögerlich komme ich hinterher. Das Herz ist langsamer als der Verstand. Das Herz begreift nicht immer gleich. Mit den Tönen ist es anders. Sie kommen aus meinem Innern. Werden hörbar. Finden aus dem Innen nach Außen und wieder zurück. Werden zu Helfern und heilen. Musik bringt die Leidenschaft einer vergessenen Lebendigkeit und trägt sie in den Raum. Mitten in der Nacht beginnt ein neuer Tag. Ein Frühlingstag.

 


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Mich leiten lassen….

Heute war ich mit meiner Hündin flüchtend unterwegs. Das muss ich erklären: Es ist so, dass ich an einem Ort lebe, wo die Bundeswehr seit Neuestem vermehrt Sprengübungen durchführt. Heute war es besonders schlimm. Meine Hündin leidet. Und ich auch. Sie sucht Schutz bei mir und im Auto. Beim ersten Knall rennt sie mir zurück zum Auto und wartet davor. Das tut mir sehr leid. So redete ich mit meiner Hündin: „wir fahren heute woanders hin, irgendwohin wo es nicht knallt“. Packte unsere Sachen und los ging es, ins Auto und weg…..

Weg, waren 15 km Fahrt in ein Waldgebiet. Erleichtert ließ ich sie laufen…… Keine 10 Minuten vergingen, da gab es drei dumpfe Detonationsgeräusche! Bis hierher zu hören! Mich macht das sprachlos und meine Hündin brachte es sofort in den Fluchtreflex. Leider kann ich nicht so schnell laufen wie sie. So sehe ich sie dann ums Auto kreisen mit hilfesuchendem Blick zu mir. Da fahre ich also 15 km um in Ruhe einen schönen Spaziergang zu machen und dann DAS! Für zehn Minuten Gassigang?

Nun – da wir schon mal so lange gefahren sind und Zuhause die Ungemütlichkeit derzeit wohnt, habe ich wieder mit meiner Hündin geredet: „weisst Du was? Wir fahren jetzt in ein Einkaufszentrum und machen uns einen schönen Tag.“ Ich weiss nicht, ob es nicht eher ein Selbstgespräch war, aber es war ein Beschluss. Spontan und ohne mit der Absicht gestartet zu sein, überprüfte ich meine finanzielle Lage. Hmmm, Einkaufszentrum was will ich dort ohne Geld? Und meine Lesebrille habe ich auch nicht dabei. Also wusste ich eigentlich nicht so richtig was ich dort sollte. In einem Einkaufszentrum.

Kaum hatte ich das Einkaufszentrum betreten, hatte ich sogleich eine nette, freundliche Begegnung mit Menschen. Hundefreunde. Ich setzte mich in einen zur Relax-Zone ernannten Lounchbereich und lauschte der Musik dort. Meine Hündin an meine Seite geschmiegt, schloss ich die Augen und genoss die Ruhe, die Musik und das warme Bündel Lebendigkeit an meiner Seite.

Musik mit Raumklangerleben. Boxen die mich Musik fühlen lasse, erleben lassen. Raumklang! Mit geschlossenen Augen höre ich rechts neben mir die Klänge des Klaviers. Links hinten der Bass, davor ein Saxophon. Und in der Mitte eine Sängerin. Solche Boxen hatte ich einmal in meinem Zuhause. Leider wurden sie mit ausgezogen. Doch war ich nicht wehmütig in dem Moment. Ich genoss das Hiersein bei der Musik und ein Gefühl von Zuhause sein machte sich in mir breit.

Was also brachte mir der Besuch im Einkaufszentrum? Auch ohne Geld, Zufriedenheit und eine handvoll Glück.

Dieses Erleben möchte ich gerne mit euch teilen.


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Über das Finden….

…und Entdecken.

Tief in meinem Kästchen, in so einer versteckten Kellernische habe ich Schätze gefunden. Zeichnungen und Gedankengut. Erinnerungen an eine kreative Schaffenszeit. Vor ein paar Jahren hatte ich an einem kreativen Malkurs teilgenommen. Gemalte Märchen sind da entstanden. Am Ende sollten wir ein Feedback abgeben und ich konnte Nichts sagen. Stattdessen sind Töne aus meinem Mund gekommen. Meinen ganzen Mut musste ich aktivieren um mich irgendwie mitzuteilen. Ja, und dann sang ich……..

Ich weiss noch, dass ich vor Aufregung hyperventilierte. Ich zitterte am ganzen Körper und meine Hände kribbelten, aber ich sang.

Dieser Moment des mich Erinnerns weckt Freude und Entdeckergeist.

Ich kann nicht aufhören zu lächeln.


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Schreibseelenfeuer

Lange Zeit habe ich geschwiegen und Vieles hier nicht mehr geschrieben. Nach zwei Jahren Trennungszeit, kehrt in meinem Herzen langsam Ruhe ein. Lange Zeit konnte ich nur die Nacht sehen, den erloschenen Sternenhimmel. Tränen und Angst. Trennungsschmerz und Allein-gelassen-Sein. Angst vor der „neuen Zeit“, die doch schon längst begonnen hat. Die Zeit nach der Trennung…….

Und nun – lebe ich in einer Zwischenwelt. Noch nicht neu angekommen, aber zur Ruhe gekommen.

Draußen ist es ungemütlich, regnerisch und eine Welt voll Irrlichter treibt ihr Unwesen um Haus und Geld. Koboldgeister und kalte Glassplitter. Nichts ist vergänglicher als Worte, die in den Wind gesprochen werden. Verzerrte Erinnerungen huschen über die Landschaft. Schattenbilder.

Nachtkalt sendent der Mond sein sanftes Licht durch das Fenster und flutet meine Bettdecke. Von irgendwoher fallen Töne in zarten Farben von orange und rosa, bringen Wärme und Geborgenheit mit. Ich weine und weine und kann nicht mehr aufhören. Weine über die Wiederentdeckung der Farben, weine um meinen Stillstand, weine über die Klarheit einer Sopranstimme, deren Klang direkt in mein Herz findet. Weine über die Feststellung „wie-sehr-ich-mich-verloren-habe“. Und weine über das Wiederfinden meines Selbst.

 

Noch bin ich in einer Zwischenwelt. Und doch ist da meine Sehnsucht nach meiner Schreibe-Seele. Danke Sefora, deine Authentizität schenkt mir mit deiner Stimme und diesem Text etwas Besonderes. „Für Dich und Deine Stimme“, hast Du mir in mein Notenheft geschrieben. Und ich habe es mir zu Herzen genommen und in meine wieder-wollende-Schreiberseele. Das Feuer der Leidenschaft „Schreibseelenfeuer“ sendet sein Licht auch in der Dunkelheit. Der Spiegel deiner Seele, leuchtet mir samtig ins Gesicht.

Den ersten Schritt habe ich nun getan. ….

 


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An meine Schwester

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Liebe Schwester Christine,

weisst Du noch? Als wir Kinder waren und uns stritten? Zusammen Musik hörten? Miteinander Tischtennis spielten?

weisst Du noch? als wir zusammen in einem Zimmer schliefen? Dem Mond durchs Dachfenster zuschauten? Schokolade voreinander versteckten?

weisst Du noch? als wir uns unsere ersten Lieben voreinander verheimlichten? Unsere Tagebücher tief im Schränkchen versteckten? Und langsam das Nest verließen?

weisst Du noch?

Heute habe ich Dich ein Stückchen getragen.

Zu deiner letzten Ruhestätte

Eine Buche…… Mein Lieblingsbaum…..

Ein Märchenwald, voll Licht und Rehe die den Weg kreuzen.

Meine Begleiterin war mit dabei….

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Aber das muss ich Dir nicht sagen. Du hast zugeschaut. Aus den Baumwipfeln oder aus den Wolken?

Wir haben Dich dort der Erde übergeben. Mit dem Wissen im Herzen…..

Du bist jetzt frei!

Deine Seele ist der Sonne entgegen gegangen.

Mit dem Bild eines Sonnenuntergangs und Freiheit die Du fühltest. Als Du mir das Bild vom Meer erzähltest, dem Du entgegen gingst……..

Da wusste ich, dass Du gehst – Für immer!

Ruhe in Frieden

Deine Schwester Martina ❤

 

 


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Wege aus der Depression

wenn mir das Herz bis zum Halse klopft
so ist da ein Zeichen von Leben
die Angst davor
die Angst darin
und durch die Angst
setze ich meinen Fuss am Morgen
neben die Bettkante
richte mich auf
und nehme die Lebenszeichen meines Herzens
Mit in den Tag.
©Martina Väth

An manchen Tagen fällt mir das neue Leben schwer. Ich hoffe, ich kann bald wieder fröhlich in die Welt blicken. Die vielen Geschenke des Lebens sehen und auch geniessen. Ich bin mir sicher, dass dies auch wieder kommen wird.

So wollte ich einmal wieder ein Lebenszeichen von mir geben. Bevor ich jetzt im Lieblingscafé meines Vertrauens ein Schlückchen Lebenselixier schlürfen gehe.

Bis bald.