sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Schreiben für ein Neues Vertrauen

img_1648Das Neue Jahr hat mit viel Unsicherheit begonnen. Doch was ist schon sicher? Ich blicke mich ängstlich um, noch nicht wieder angekommen in meinem Leben und doch ist es MEIN Leben.

Ich weiss nicht, ob ich nun geschieden bin oder noch nicht. Ein seltsamer Zustand. Die gerichtlichen Auseinandersetzungen haben nun zum Glück endlich ein Ende genommen. Der Rest wird mir schriftlich mitgeteilt. Aber dies nur am Rande.

Alles um mich herum ist unsicher geworden und in mir ist es unruhig. Ein sicherer Anker ist mir das Schreiben. Das Vertrauen meiner Hündin an meiner Seite. Und da sind noch meine Freunde…… Und wenn ich genauer überlege, dann tauchen noch einige Dinge mehr auf, die mir Halt geben.

Schreibend gehe ich auf die Suche.

Zeile um Zeile.

Schritt für Schritt.

Und sichere meinen „Schreib-Anker“ in meinem Neuen Jahr. Ich versuche es…… wieder mehr von mir hören zu lassen. Am Schreib – Leben wieder teilzunehmen. Mir meinen Ankerplatz zu sichern und Bodenhaftung finden.

©Martina Väth


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Viel Platz in der Hütte, der Auszug einer Maus und ein trauriger 1.Advent

Vorgestern hatten wir hier noch schönen Sonnenschein und es bot sich an, einmal die Hütte im Garten auszumisten. Denn mir war so….. als ginge es dort nicht mit rechten Dingen zu. Es roch streng und meine Hündin schnupperte sehr interessiert. Zeigte an, mit ihrer Pfote, dass hier irgendetwas zu jagen drinne wäre. Und ja….. eigentlich und hauptsächlich wegen des Geruchs… und auch wegen des gänzlich fehlenden Vogelfutters, das vom Vorjahr hätte eigentlich noch reichlich vorhanden sein müssen…. Veranlasste mich zu dieser Aktion.

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So fand ich, einen komlpett aufgelösten, zerlöcherten Vogelfutterplatiksack mit dunnemal von ca. 5 kg, komplett leer! Ein zerfressenes Plakat an der Wand, das nur noch in wenigen Fetzen von der Wand hing. (Schade dass ich kein Foto davon gemacht habe) regelrecht, wie mit einem Papierschredder zerkleinerte Papierstreifen. 🙂 (hier wurde mächtig gearbeitet)

Erstaunt stellte ich fest, hier lagen einmal Kerzen…..

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Dann fand ich sie. Die Maus – tot – mausetot, sozusagen. (Nein, davon gibt es jetzt auch kein Foto)

Mit weit ausgestrecktem Arm, beförderte ich das Spielzeug-Tunnel-Teil von Xenia, meinem Hundemädel – worin die Maus begraben lag in Richtung Müllsack!!! Nein – nicht die Maus in meinem Hundemädel, ich meine das Tunnel-Teil. Das Tunnel-Teil, waren eigentlich nur noch Fetzen und ich dachte so bei mir, sicher hat sich diese Maus überfressen. Oder so….. ich kenn mich da nicht so aus, mit dem was Mäuse so fressen – ausser eben im Zeichentrick, da mögen sie doch Käse – oder?

Tja, so manches war mehr oder weniger nicht mehr so gut zu gebrauchen.

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Also:

Übeltäter ausgeräumt. Abfall zur Kippe gebracht. Und fein wieder eingeräumt. Und beinahe das Nest mit der lebenden Maus wieder in ein aufgeräumtes hübsches Winterquartier eingenistet. Aber NEEEE NEEEE – grade noch rechtzeitig, bemerkte ich die Schutzhöhle in einem Dekoteil in Form einer Ton-Schildkröte. Das herausbröseln von Prospektresten – Plastikteilen und Schirmgewebe veriet es…. und ja, da halte ich also dieses Teil in der Hand direkt so vor meiner Nase und stockere neugierig mit einem Hölzchen nach dem Gebrösel. Schüttel und kippe das Ganze. Da blickt mich direkt vor meinen Augen eine kleine Spitzmaus verärgert an, wer wohl an ihrem Heim rüttele.

Nur falls jemand fragt. Sie sitzt jetzt in der Schildkröte unter einem Baum….. die Hütte habe ich schnell dicht gemacht. NEIN – ich habe kein Mitleid. 🙂

Nun – warum, nun ein trauriger 1.Advent? Ich schreibe Drumherum, wie mein Hund um die Schildkröte schleicht. Den Braten darin riechend und schnuppernd. ……. Mein Herz blutet. Nach zweiundreißig Ehejahren – will mein zukünftiger Exmann ein Single-Dasein leben. Wo stets bei mir noch die Hoffnung sich nährte….. ist er jetzt weg. Irgendwo in Asien, zur Arbeit erstmal….. und reist weiter, ohne mich….. in ein Urlaubsland, über Weihnachten und Neujahr allein. Der Abschied gestern….. schmerzlich und Tränenreich, wütend und hilflos, alleingelassen. Nein, ich bin nicht komplett alleine, ich habe Xenia und Freunde um mich, doch ist mein Schmerz gross. Adventsstimmung will einfach nicht kommen. Und es ist o.k. so.

Wo eine Sonne untergeht, gibt es einen neuen Morgen…..

Ich bin traurig.

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Herbstspaziergedanken

Herbstwandern

in Gedanken versunken

im Blätterraschelgang.

P1010197Mystisches entsteht

träumt sich in Tagtraumgeträumel

P1010202Zart und verletzlich der Augenblick

das Gelb-grün-orange

Windstille

Ein Hauch –

leises Kling-Klang

im Blätterflug

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P1010203Goldgelber Regenwald –

Wenn der Sommer geht

fallen leise Blätter.

© Martina Väth