sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Was mich bewegt…..

… bewegt auch Andere

 

Xenia hat es so an sich, dass sie gerne schmust und sich für eine Weile ganz eng an mich schmiegen möchte. Dieses Ritual gönnen wir uns täglich. Meist Zuhause auf der Couch. Ein Blick und ich weiß, jetzt ist Schmusezeit. Sie schmiegt sich so eng an mich, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt.

Nun waren wir aber unter einer Gruppe von Bekannten, zu einem Treffen verabredet. Jemand hielt gerade einen Vortrag als mich Xenia mit ihrem „ich-möchte-JETZT-schmusen-Blick“ ansah. Nun Ja – zugegeben, Frauchen war selbst sehr müde und das Zuhören war erschwert durch Außenlärm. Eine Couch gab es natürlich nicht, denn ich sass auf einem Stuhl und hatte plötzlich einen Schosshund. Tiefenentspannt und höchst zufrieden kuschelte sich Xenia auf meinem Schoss zurecht. Die Zuwendung selbst genießend, entspannte ich zusehends mit.

Ich bemerkte noch die Blicke meines Gegenübers. Blicke die mitgenossen……

Und später, als die Schmusestunde längst beendet war, sprach er mich lachend an:

„Ich wünsche mir eine Frau, die mich so liebt, wie Du deinen Hund.“

Seine Augen blitzten verschmitzt.

Ach – wünschen wir uns das nicht Alle? – dachte ich. Aber gesagt habe ich es nicht. Nur geschmunzelt.


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Wiederentdecktes Neu beleben….

Hierzu zählen viele Dinge und nun fange ich an, eines um das andere hier aufzuzeigen. Wiederbelebt durch einen Gedankenanstoß. Ja, manchmal braucht es ein Außenblick um einen Innenblick zu schärfen. Einen Anruf anzunehmen und die darin enthaltene Botschaft umzusetzen.

Nach langem Rückzug klären sich die Dinge. Nach langem Schweigen finden sich wieder Töne, Worte, Hobbys, Arbeit, Leben. Ja, es hat sich Einiges getan im Rückzug. Neues Wiederentdecktes will sich zeigen.

Und Ja! So mache ich nun heute den Anfang mit einem wiederentdeckten Hobby. Ein kuschelweicher Winterpulli soll es werden, aus feinster Alpaka-Wolle. Ein kleiner Wolleaugenschmaus und Fingerschmeichel-Wohlfühlgarn. Wo(h)l(l)gefühl. Nein – Wollgefühl. Ich kann gar nicht mehr aufhören mit stricken. …

Und so sind gleich zwei, Nein DREI Wiederbelebungen im Spiel. Die Liebe zum Stricken und die Liebe zum Schreiben.

So kommt das Eine zu dem Anderen.

Und das Dritte?

Danke liebe Gudrun für deinen Anruf.


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Mich leiten lassen….

Heute war ich mit meiner Hündin flüchtend unterwegs. Das muss ich erklären: Es ist so, dass ich an einem Ort lebe, wo die Bundeswehr seit Neuestem vermehrt Sprengübungen durchführt. Heute war es besonders schlimm. Meine Hündin leidet. Und ich auch. Sie sucht Schutz bei mir und im Auto. Beim ersten Knall rennt sie mir zurück zum Auto und wartet davor. Das tut mir sehr leid. So redete ich mit meiner Hündin: „wir fahren heute woanders hin, irgendwohin wo es nicht knallt“. Packte unsere Sachen und los ging es, ins Auto und weg…..

Weg, waren 15 km Fahrt in ein Waldgebiet. Erleichtert ließ ich sie laufen…… Keine 10 Minuten vergingen, da gab es drei dumpfe Detonationsgeräusche! Bis hierher zu hören! Mich macht das sprachlos und meine Hündin brachte es sofort in den Fluchtreflex. Leider kann ich nicht so schnell laufen wie sie. So sehe ich sie dann ums Auto kreisen mit hilfesuchendem Blick zu mir. Da fahre ich also 15 km um in Ruhe einen schönen Spaziergang zu machen und dann DAS! Für zehn Minuten Gassigang?

Nun – da wir schon mal so lange gefahren sind und Zuhause die Ungemütlichkeit derzeit wohnt, habe ich wieder mit meiner Hündin geredet: „weisst Du was? Wir fahren jetzt in ein Einkaufszentrum und machen uns einen schönen Tag.“ Ich weiss nicht, ob es nicht eher ein Selbstgespräch war, aber es war ein Beschluss. Spontan und ohne mit der Absicht gestartet zu sein, überprüfte ich meine finanzielle Lage. Hmmm, Einkaufszentrum was will ich dort ohne Geld? Und meine Lesebrille habe ich auch nicht dabei. Also wusste ich eigentlich nicht so richtig was ich dort sollte. In einem Einkaufszentrum.

Kaum hatte ich das Einkaufszentrum betreten, hatte ich sogleich eine nette, freundliche Begegnung mit Menschen. Hundefreunde. Ich setzte mich in einen zur Relax-Zone ernannten Lounchbereich und lauschte der Musik dort. Meine Hündin an meine Seite geschmiegt, schloss ich die Augen und genoss die Ruhe, die Musik und das warme Bündel Lebendigkeit an meiner Seite.

Musik mit Raumklangerleben. Boxen die mich Musik fühlen lasse, erleben lassen. Raumklang! Mit geschlossenen Augen höre ich rechts neben mir die Klänge des Klaviers. Links hinten der Bass, davor ein Saxophon. Und in der Mitte eine Sängerin. Solche Boxen hatte ich einmal in meinem Zuhause. Leider wurden sie mit ausgezogen. Doch war ich nicht wehmütig in dem Moment. Ich genoss das Hiersein bei der Musik und ein Gefühl von Zuhause sein machte sich in mir breit.

Was also brachte mir der Besuch im Einkaufszentrum? Auch ohne Geld, Zufriedenheit und eine handvoll Glück.

Dieses Erleben möchte ich gerne mit euch teilen.


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Lebenslinien

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Nun möchte ich mich hier wieder melden…… mit den Dingen die mein Leben bereichern, mir wichtig sind bzw. die mich weiterführen. Dieses Bild als Symbol nutzend. Aus der Mitte gerückt und doch näher bei mir. Und auch wieder näher am Auge des Betrachters gerückt.

Sehr viel ist im letzten Jahr passiert und es fällt mir schwer darüber zu berichten. Deshalb nun in der Kürze.

Seit Anfang September bin ich nun alleine. Der Auszug einer großen Liebe ist zu Ende gegangen. Zu viele Verletzungen sind geschehen. Die Veränderungen nun anzunehmen, bedeutet eine große Herausforderung an das Leben. An der ich manchmal verzweifeln möchte. Doch deshalb steht nun das Herz dieses Bildes näher bei mir.

Weil nun auch das Schreiben ein Herzstück von mir ist, rücke ich es wieder näher heran. Näher an meine Leserschaft und v.a. näher zu mir. Es ist das Schreiben, dass mich zu mir führt. Es ist DAS was mich mein Leben lang begleitet, mich stützt und führt. So auch Jetzt in diesem Moment während ich hier sitze und diese Zeilen verfasse.

Worte……. nichts als Worte, könnte man sagen! Doch für mich ist die Bedeutung des Schreibens und des Lesens Mehr……. Es ist der Ausdruck meines Herzens. Dessen was mich bewegt und deshalb auch belebt. Deshalb schreibe ich. …

Lebenslinien.


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Tatatataaaaaa …. die Bilder sind da!

So ihr Lieben, der Strickclub wurde ja bereits von Rana gegründet. Gudrun ist auch mit im Bunde. P1020338

Nun bin ich also mit dabei. 🙂  Und zeige mein Werk….

P1020333Gefunden habe ich diese wunderschöne Wolle.

Und dieses Heft.

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Die Farben kommen des Lichtes wegen beim gestrickten nicht sooooo gut raus, aber bei der Wolle kann man es ja gut erkennen. Ja, ich war sooooo ungeduldig und wollte es euch heute noch unbedingt zeigen. Wer weiss schon, ob die Lichtverhältnisse Morgen wirklich viiiiel besser wären. 😉


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Trotzkopf und so….

Hilfe mein Hund macht was er will!

Immer wieder mal. Die Hundeschuletipps: „einfach mal ignorien“ ?!?!????

Also mein Hund hat damit kein Problem und kann sich seeeeehr gut alleine beschäftigen.

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Man sieht die Erde fliegen…… Ja – ein Terrierköpfle halt. UND wir haben am Samstag PRÜFUNG. Begleithundeprüfung!!!

Also entweder schaffen wir das….. oder wir werden wegen ungehörigen Benehmens des Platzes verwiesen.


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Über die Vermessung von Worten….

und die Freiheit der eigenen Wertung.

Passiert es mir doch immer wieder, dass meine eigene Kritik mir ein Bein stellt. Das heißt: ich mir selbst ein Bein stelle! Dann ist mein Schreiben sozusagen „zu kurz – zu lang – zu wellig – zu viel – zu wenig – zu ……“ Vorallem  z u …………

„Halt ein!!“, rufe ich dann mir selbst zu.

„Danke für den Zollstock, ich brauche ihn nicht. Mir gefällt´s was ich tue 🙂 “

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Der Maßstab / die Maßstäbe der Anderen mit denen ich mich selbst vermesse, stören meine Authentizität.

Und – ich möchte authentisch sein. Deshalb schreibe ich mit meinen Worten.

Ja, mag sein dass meine Texte dann weniger Personen gefallen. Damit lebe ich, ehrlich gesagt, mal mehr – mal weniger gut. Ängste plagen mich dann….

Doch trotz allem! Den eigenen Maßstab finden und bewusst einsetzen, erfüllt mich mit einer solch großen Freude, dass sich die Ängstlichkeit fast von alleine auflöst.


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Gefühle und Motivationen….

…sind unerlässlich für meine tägliche Arbeit.

Fehlt mir eine Komponente davon, ist der Tag irgendwie zwischen den Fingern zerieselt. Dann benötige ich etwas, das mich wieder ins Lot bringt. Aufpeppt. Kraftquellen zum Beispiel. Landschaften. Himmel. Geschichten.

Könnt ihr mir folgen?

Manchmal mache ich ein Spielchen daraus. Ich sammle Worte. Aufgeschnappte Worte, so wie heute: jonglieren, Mut, Schritt für Schritt, Wolkenberge, aufgetürmt, Angst, Catwalk, Festhalten, ohne, Glück, Torte, Herausforderung.

…und dann beginne ich zu spielen 🙂

Schritt für Schritt türmt sich die Angst auf zu Wolkenberge. Ohne Glück jongliere ich die Torte über den Catwalk. Festhalten. Mut ist eine Herausforderung.

Ich jongliere Mut. Torte, aufgetürmt wie Wolkenberge. Schritt für Schritt ohne Angst über den Catwalk. Eine Herausforderung. Glück festhalten.

Ohne Festhalten eine Herausforderung, den Catwalk Schritt für Schritt über den Wolkenberg zu jonglieren. Aufgetürmte Angst. Nur Mut zum Glück, Torte!

Ich jongliere die Angst über die Herausforderung Torte. Schritt für Schritt, aufgetürmter Mut. Wolkenberge halten am Catwalk fest, ohne Glück.

© Martina Väth

 


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Stolperfallen und viel grün….

Heute ist Regen-Erster-Mai. Soviel wie es heute regnet…. ich glaube, das ist außreichend für den ganzen Mai. Soweit so gut. Erster-Mai-Regen hin oder her. Heute war ich jedenfalls nicht die Erste im Mairegen. Nicht mal der Hund wollte raus. Also, konnte auch ich heute einmal etwas länger liegen bleiben. Und das tat gut.

Kalt ist es geworden. Vor zwei Tagen noch, war Barfußwetter und ja……. da war diese Stolperfalle. – Jetzt ist mein rechter Kleinzeh wieder in Position gerückt. Irgendwie fühlte es sich an, als würde er nicht mehr so ganz zu mir gehören. Nachdem ich barfuß an der Türschwelle zur Terrasse damit hängenblieb. Hölle – tat das weh! Jetzt ist er getapet. Nach Internetanleitung…. Ja, ich überlege mir…. Nein, ich verspreche es, auch mir selbst. Ich lasse es röntgen und einen Fachmann Draufäugen. ….

Nun – so gestresst und eher notgedrungen „Selbstentschleunigt“, waren wir gestern unterwegs. Wir: der Gatte, ich und der Hund. Ein Wanderheim blickte uns einladend an – mitten im Grünen. Ein Wanderheim, mit Blick über eine Landschaft – hach, zum träumen. Gestresst von allem Möglichen sassen wir also auf einer Veranda. Ein riesengroßer Kastanienbaum neigte seine Zweige soweit über die Veranda, dass es sich wie ein beschützter Raum darunter anfühlte. Das Maigrün, das gestern noch Aprilgrün war. Ein Blick den nichts aufhält, weil die Landschaft dort weit ist – öffnete Seele, Herz und Räume welche den Atem von alleine frei werden lassen. Ich bin mir sicher, dass diese Landschaft für diese Regungen sorgte.

Der Blick in die Weite. Zwischen dem Grün ein Traktor. Gemächlich zieht er seine Bahnen über das Feld. Kein Rattern ist zu hören. Dazu ist er zu weit entfernt. Mein Auge folgt den Linien die er zieht, der Gemächlichkeit, der Struktur von Linien. Hätte mein Hund an dieser Stelle nicht in allen Tönen kund getan, dass sie Hunger hat – großen Hunger, so hätte ich selbst das Essen bei den ruhigen Bildeindrücken vergessen können.

Habt ihr schon einmal einen hungrigen Terrier singen hören? 🙂

© Martina Väth

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