sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Andersfasten Woche Vier

Es ist mir eine grosse Bereicherung, das Andersfasten. Eine Erfahrung die während des Schreibens, manchmal buchstäblich unter meinen Fingern entsteht. Und so wird die nächste Woche in meiner Fastenreihe auch etwas mit „Schreiben“ zu haben.

Was liegt an? Die Buchmesse liegt an. Leipzig wartet. Gudrun wartet. Ich warte…….

Und weil ich hier so viel vom „Warten“ schreibe – bekommt das Wort an sich schon seine Bedeutung für meine neue Fastenwoche.

So werde ich es nennen:

Warten fasten

im Sinne von

Fasten, im Dinge auf die lange Bank schieben.

Manches das ich anstrebe, klappt nicht. Das ist normal und geht wohl Vielen von uns genauso.

Manches das ich machen könnte, entspricht so gar nicht mehr meinen Vorstellungen.

Und – Manches das ich gerne tun möchte, ist „warten“ nicht immer hilfreich.

Deshalb macht „Warten fasten“ hier an dieser Stelle einen großen Sinn.

Mein Fasten der letzten Woche und das „aktive Entspannungsprogramm“ treibt Blüten. Es ist erbaulich und meine Ideen sprudeln…..

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Eben genau diese Vielfalt ist es, die mich berührt und die aufblühen möchte.

So sitze ich inzwischen am Esstisch, um mich herum ca. 187 Zettel zu Häuflein sortiert. Kategorisierte Themen und doch alles miteinander im Kontext stehend. Die Buchmesse wartet. Die Möglichkeit für ein Gespräch nutzen – hier und dort. Der Kreativität sind im Umsetzen eines Projektes keine Grenzen gesetzt. Begrenzen ist dennoch wichtig. So sitze ich nun hier…. und glühe. Spontan entsteht so ein Gedicht.

Ideen treiben Blüten

So sitz´ ich hier und glühe
vor meinen Ideen und brüte
eine wundersame Blüte.

Und aller Ängste mühen
Was mir wohl blühet
Ob ich berühre – weichen

Mit Worten führen
Taten öffnen Türen
begegnen, berühren

Und ich erblühe
brüte und glühe
heiter berührt
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Wenn ein Zweifelsnager kommt?
Na Und?
Ideen treiben Blüten

©Martina Väth

 


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Kalte Füsse …

….sind, welch ein Wunder, während des malens herrlich warm geworden!

P1140956Plötzlich ist es da – beinahe aus heiterem Himmel. Die Sehnsucht nach Farbe. Den Pinsel in Farbe zu tauchen. Zu malen um des Malens willen. Ohne zu zögern und ohne vorher darüber nachzudenken. Einfach malen. Einfach Tun. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – ein Zitat von Erich Kästner und Paro Christine Bolam schreibt darüber. Paro durfte ich bei einem ihrer Workshops kennenlernen. Ihre Art, das „intuitive Malen“ zu vermitteln – entspricht ganz meinem Bedürfnis. Den Pinsel in Farbe zu tauchen und malen.

Einige Zeit malte ich im Verborgenen. Ich schämte mich über meinen bildlichen Ausdruck.

Bewertete dies mit „das will eh keiner sehen“  –  “ (und schlimmeres) “ … und versteckte meine Bilder im und auf dem Schrank. Und damit vor mir selbst. Nun, dachte ich. Ich könnte doch mal wieder bei Paro vorbeischauen, in ihrem schönen Blog herumstöbern. Wer mag, lest selbst.

Warum ich das malen wieder aufgriff. Es gibt mir einen Rahmen, zeigt mir meinen inneren Prozess, gibt mir Struktur, ist mir Wegbegleiter und eine ganz persönliche Art von Mediation. In diesem Falle schenkte es mir warme Füsse. Danke Paro, für Deine Ermutigungen.


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Guten Morgen…

Erschrocken blicke ich auf das Datum ….. solange habe ich geschwiegen?

Dabei ist das Schreiben ein wichter Baustein in meinem Lebensgebäude!

So will ich mich schelten, am liebsten – Nein, ich tue es nicht!

Stattdessen wage ich heute den Wiedereinstieg in meinen Blog mit diesem Eintrag:

Heute Morgen! Beim Rückweg meiner nun täglichen Morgenrunde mit meinem Hundemädel, gehen wir an einer Baustelle vorbei. Mein Hundi zieht in Richtung LKW-Fahrer, der eben ausgestiegen ist. Und ich versuche mein Hundemädel zur Ordnung, schön brav neben mir zu laufen…. Ein Blick in Richtung des Fahrers signalisiert eine kleine Geste der Einladung. So gebe ich meinem Hundemädel die Möglichkeit zu einem kleinen Begrüssungsbesuch – welche Freude!!!!

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Guten Morgen! Ein glücksstrahlender Mensch in blauem Anton, viele Zahnlücken in der Zahnreihe die sich bei einem strahlen über das Gesicht entblössen. Eine Sprache die ich nicht verstehen kann, und doch eine Sprache des Glücks – die jeder verstehen kann. So liegt manches im nonverbalen einer Begegnung. Vielleicht auch in meinem langen Schweigen…


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Vom Sinn des Unsinns…

…möchte ich heute etwas berichten.

Morgens, wenn ich noch nicht ganz wach bin für meine Arbeit, dann stimme ich mich ein. Meist mit Tagebuch schreiben. Hier kommt so manches zu Wort und wäre zwar  auch für euch interessant, doch besser nicht. Es ist das Ungeklärte, das Unstrukturierte… Und genau das passiert dann: ich strukturiere mich über mein Tagebuch schreiben für den Tag.

Und oft ist mir dann noch die Leichtigkeit nicht greifbar. Dann schaukel ich meine Gedanken ein wenig, indem ich Unsinn schreibe.

Und da merke ich dann –

„Wie sinnig doch der Unsinn sein kann“ 🙂


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Zwischen die Finger geraten….

..ist mir heute dieser Text. Ein Tagebuchauszug von Virginia Woolf vom 25.11.1938

…ich schlage das Tagebuch auf, um unten auf der letzten pessimistischen Seite… festzuhalten, dass man den Pessimismus austreiben kann, indem man in Fluß kommt: kreatives Schreiben. Warum dann also nicht, wenn man pessimistisch wird, das Gehirn ein wenig hin- und herschaukeln, bis es auf seine Umlaufbahn gerät?

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Und nun? Schaukel ich meine Gedanken in Wortspielereien. Schaukel Hin und schaukel Her. Schwinge Vor und Zurück. Und zwischendurch ein Freudenjauchzer. Voller Glück. ….. und schon ist ein Gedicht fertig. 🙂


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Buchmesse Neue Wege

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Das dritte Mal war ich nun schon auf der Leipziger Buchmesse. Jedesmal habe ich dazu gelernt. Jedes Mal gute Begegnungen erlebt. Jedes Mal bin ich einen kleinen oder größeren Schritt weiter gegangen. Dieses Mal ist es ein Großer.

Begegnungen mit Freunden und auch mit Neidern.

Es ist schwer, zumindest mir fällt es schwer – mit den neidvollen Personen umzugehen. Ich kann das nicht verstehen, vielleicht liegt es daran. Denn ich kann mich mitfreuen, mit dem Erfolg anderer. Der Neid ist eine negative Energie und entzieht Kraft. Nicht immer, allerdings die mir begegnet ist schon. So bedarf es dann guter Kraftressourcen und das Wissen um Kraftquellen, um sich wieder zu orten. In diesem Falle, mich wieder daran zu erinnern was Ich will.

Die Klarheit zurück erlangen: Da will ich hin. Dies sehe ich als mein Ziel. Die gestreuten Zweifel, einmal ausgesprochen und gehört – a b s c h ü t t e l n.

So hatte ich mich drei Tage lang auf der Buchmesse aufgehalten. Mich durchgefragt und Gespräche geführt. Ganz nebenbei das Jonglieren mit drei Bällen gelernt. Einige Autoren interviewt und Dies und Das erfragt, was mir wichtig war. Mit Verlegern und Verlagsbeauftragten geplaudert. Zwischen Lesungen und Gesprächen Kaffee getrunken oder frisch gepressten Orangensaft.

Am richtigen Ort zur rechten Zeit gewesen? Das glaube ich. Ich bin meiner Intuition gefolgt und habe mich davon leiten lassen. Eine gute Führung.

So habe ich mir Türen geöffnet…… Und Ja – nun gilt es auch hindurchzugehen. Neue Räume zu betreten.

Ich halte die Klinke in der Hand.


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Mein Büchermesseweg

So – nun ist es amtlich.

Lange habe ich darüber geredet, geschrieben und geträumt.

Manchesmal mich selbst dafür geohrfeigt, weil mir der Mut fehlte oder ich zu langsam war. Dann habe ich mich wieder getröstet und weiter geträumt. Bis ja – bis vor kurzem die Ideen dann aufs Papier hüpften. So bin ich von einer eigenartigen Unruhe erfasst. Ängstlich und mutig zugleich. Nicht wissend was daraus wird….. Doch ein Anfang ist gemacht. Und nun?

Gehe ich weiter. Einen Schritt um den anderen. So werde ich dieses Jahr die Buchmesse in Leipzig als „freie Autorin“ betreten. So steht es nun schwarz auf weiss auf dem Papier. So bin ich gemeldet bei den Ämtern. Und nun?

Es heißt Ärmel hochkrempeln. Die Schreib-Schuhe schnüren und los gehen – d.h. weiter gehen. Denn losgegangen bin ich schon lange.


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Freiheiten

Sich aus gewissen Zwängen zu lösen, bedeutet eine größere Freiheit zu erlangen. Zur Freiheit gehört eine Portion Mut. Und Ja – auch eine Portion Selbstbewusstheit.Die wiederum erreicht man by Doing.

Dann tue ich mal. Step by step.

http://geschichtenhecke.wordpress.com/


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Freitagsgedanken mit Frida

Frida malte vor allem um sich damit Vergnügen zu bereiten, so drückte sie es selbst aus. Und auch: „Ich male nicht meine Träume, sondern meine Wirklichkeit“.

Frieda Kahlo

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So schreibe ich vor allem weil es mir Vergnügen bereitet. Ja – und auch nicht im Traume, sondern Verwirkliche mir mein Schreiben.