sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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In meinem Garten

So – nun steht dieses Prachtstück in meinem Garten. Zufrieden stehe ich davor, die Hände in die Hüften gestemmt und schmunzele.

Ja! Zufrieden.

Lange genug stand dieser Tisch im Abseits. Seine Geschichte kenne ich nicht. Aber er scheint schon allerhand miterlebt zu haben, bevor ich ihn in einer staubigen Abstellkammer kennengelernt habe. Irgendwann fand er aus dem dunklen Kellergewölbe ans Licht. Stand dann so zwei oder drei Jahre bei mir in einer Ecke. Hmmm…….

Schon länger dachte ich darüber nach…… dort im Garten soll sein Platz sein. Verwarf den Gedanken wieder und kramte ihn wieder aus. Ja – eines Tages war es dann soweit. Dem Gedanken folgten Taten. Schleifpapier, Pinsel und Lack. Husten und fegen, Pinselstriche und Zeit um zu trocknen.

Mein Schmuckstück hat seinen Platz gefunden. Endlich! Hurraaaaaa!

Und weil Gedanken leise wachsen……..

Ich krame……..

in meiner Gedankenkiste……….

und finde meine Geschichtenschublade……..

Meine Drachengeschichte hustet sich an die frische Luft.


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Leichtigkeit

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Leichtigkeit

Schaukeln möchte ich
wie ein Kind
mit einem Herzen voll Leichtigkeit
in den Himmel fliegen.

Die Sterne küssen
einen Salto über den Mond drehen
und in Pirouetten um den Saturn tanzen
eine Handvoll Sternenstaub pflücken.

Sanft wie eine Feder
über die Ozeane streifen
mit einer Hand in das Wasser tauchen
und die Delfine beim Singen berühren.

zurück in meinem Zuhause
erwachen mit einem Lächeln
den Bauch meines Hundemädels kitzeln
und doppelte Zufriedenheit finden.

© Martina Väth

 


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Schreibseelenfeuer

Lange Zeit habe ich geschwiegen und Vieles hier nicht mehr geschrieben. Nach zwei Jahren Trennungszeit, kehrt in meinem Herzen langsam Ruhe ein. Lange Zeit konnte ich nur die Nacht sehen, den erloschenen Sternenhimmel. Tränen und Angst. Trennungsschmerz und Allein-gelassen-Sein. Angst vor der „neuen Zeit“, die doch schon längst begonnen hat. Die Zeit nach der Trennung…….

Und nun – lebe ich in einer Zwischenwelt. Noch nicht neu angekommen, aber zur Ruhe gekommen.

Draußen ist es ungemütlich, regnerisch und eine Welt voll Irrlichter treibt ihr Unwesen um Haus und Geld. Koboldgeister und kalte Glassplitter. Nichts ist vergänglicher als Worte, die in den Wind gesprochen werden. Verzerrte Erinnerungen huschen über die Landschaft. Schattenbilder.

Nachtkalt sendent der Mond sein sanftes Licht durch das Fenster und flutet meine Bettdecke. Von irgendwoher fallen Töne in zarten Farben von orange und rosa, bringen Wärme und Geborgenheit mit. Ich weine und weine und kann nicht mehr aufhören. Weine über die Wiederentdeckung der Farben, weine um meinen Stillstand, weine über die Klarheit einer Sopranstimme, deren Klang direkt in mein Herz findet. Weine über die Feststellung „wie-sehr-ich-mich-verloren-habe“. Und weine über das Wiederfinden meines Selbst.

 

Noch bin ich in einer Zwischenwelt. Und doch ist da meine Sehnsucht nach meiner Schreibe-Seele. Danke Sefora, deine Authentizität schenkt mir mit deiner Stimme und diesem Text etwas Besonderes. „Für Dich und Deine Stimme“, hast Du mir in mein Notenheft geschrieben. Und ich habe es mir zu Herzen genommen und in meine wieder-wollende-Schreiberseele. Das Feuer der Leidenschaft „Schreibseelenfeuer“ sendet sein Licht auch in der Dunkelheit. Der Spiegel deiner Seele, leuchtet mir samtig ins Gesicht.

Den ersten Schritt habe ich nun getan. ….

 


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Herbstspaziergedanken

Herbstwandern

in Gedanken versunken

im Blätterraschelgang.

P1010197Mystisches entsteht

träumt sich in Tagtraumgeträumel

P1010202Zart und verletzlich der Augenblick

das Gelb-grün-orange

Windstille

Ein Hauch –

leises Kling-Klang

im Blätterflug

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P1010203Goldgelber Regenwald –

Wenn der Sommer geht

fallen leise Blätter.

© Martina Väth


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Vom Finden und sich neu Erfinden

So wanderte ich mit meiner kleinen Begleiterin, wie immer am Morgen. Zur Türe hinaus. Den kleinen Fußweg entlang. Die Strasse überqueren und den Hang hinauf. Hinaus aus dem Dorf in dem lebe und hinein in die Natur. Von Ferne sehe ich etwas Buntes…….

Sicher ein Drachen….. denke ich und bin fasziniert von dem Bunten. Gemächlich schreite ich weiter. Den Hang im Blick. Das Bunte dort….. Vielleicht hat ein Kind, seinen Drachen liegen lassen. Mich wundert, dass es niemand anderes mitgenommen hat.

Das Leuchten im Gras. Die Wiese daneben. Abgefressen. Die Schafe waren gestern dort…….

Und heute, dieses Leuchten.

 

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Beim näher treten. Erfasst mich dieses Leuchten in meinem Inneren.

Mein Tuch! Es ist Meines.

Ich hatte gar nicht bemerkt, dass ich es verloren hatte!

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Einen ganzen Tag lag muss es dort gelegen haben und eine Nacht.

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Was hat dies mit sich neu Erfinden zu tun? Eine ganze Menge 🙂

Mich beschäftigen Gedanken über berufliches. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Potenziale…..

Wenn man nun Etwas findet, von dem man gar nicht wusste es verloren zu haben?

Wenn ich also Quasi……. Mich neu Erfinde? Mit meinen Fähigkeiten?

Metaphergedanken, aufgesammelt auf der Wiese.

 


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Morgenruhe

Beim Spaziergang in der Frühe.

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Nebelschleier ziehen durch

dazwischen Schafe. Eine große Herde.

Friedlich beäugen wir uns gegenseitig

Die Ruhe der Weide im Sonnentau, lässt den Nebel verblassen

weich zeichnet sich die Landschaft darin.

Waldrand, Moos, Wiese, Licht

und die Schafe – natürlich Natürlich

und Ich?

Bin ich authentisch?

Stehe ich für mich ein?

Mitten in der Morgenruh-Friedlichkeit, sitzt ein Rabe, zwischen all den Schafen.

Und behalten ihre Natürlichkeit, natürlich

der Rabe und die Schafe.

Wir gehen unseren Weg

Xenia und Ich – weiter,

mit einem Bild des Friedens, der Akzeptanz.

© Martina Väth

(P.S. ein Bild gibt es leider nicht, Handy blieb zu Hause)


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Gefühle und Motivationen….

…sind unerlässlich für meine tägliche Arbeit.

Fehlt mir eine Komponente davon, ist der Tag irgendwie zwischen den Fingern zerieselt. Dann benötige ich etwas, das mich wieder ins Lot bringt. Aufpeppt. Kraftquellen zum Beispiel. Landschaften. Himmel. Geschichten.

Könnt ihr mir folgen?

Manchmal mache ich ein Spielchen daraus. Ich sammle Worte. Aufgeschnappte Worte, so wie heute: jonglieren, Mut, Schritt für Schritt, Wolkenberge, aufgetürmt, Angst, Catwalk, Festhalten, ohne, Glück, Torte, Herausforderung.

…und dann beginne ich zu spielen 🙂

Schritt für Schritt türmt sich die Angst auf zu Wolkenberge. Ohne Glück jongliere ich die Torte über den Catwalk. Festhalten. Mut ist eine Herausforderung.

Ich jongliere Mut. Torte, aufgetürmt wie Wolkenberge. Schritt für Schritt ohne Angst über den Catwalk. Eine Herausforderung. Glück festhalten.

Ohne Festhalten eine Herausforderung, den Catwalk Schritt für Schritt über den Wolkenberg zu jonglieren. Aufgetürmte Angst. Nur Mut zum Glück, Torte!

Ich jongliere die Angst über die Herausforderung Torte. Schritt für Schritt, aufgetürmter Mut. Wolkenberge halten am Catwalk fest, ohne Glück.

© Martina Väth

 


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Kraftquellen….

…finden sich, wenn man am wenigsten damit rechnet.

So war ich unterwegs. Stets einen Fuß vor den anderen setzend in dieser berührenden Natur.

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Von einem Kirchlein wurde mir berichtet. Dort hinten irgendwo…. Und ja, ich war da hinten. Da stand ein Kirchlein.

Aber MEIN Kraftort war nicht dort.

Sondern hier:

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So setzte ich mich auf einen Stein und lauschte dem Tosen. Musik in meinen Ohren. Ein Klang, der mein Herz berührte. Und als ich wieder aufstand war Musik in meinem Inneren. Und auf meinen Lippen.

© Martina Väth

 


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Zurück …

…aus den Bergen und dem Blog.

Seit ich auch facebuch nutze, ist mir das bloggen etwas abhanden gekommen. Doch ist in mir der Wunsch, meinen Blog wieder mehr mit Leben zu füllen. Der Austausch ist mir wichtig und auch die Möglichkeit, meine Gedanken zu äußern. Einige Freundschaften sind darüber schon entstanden und das möchte ich gerne weiterpflegen. In welchen Zeitabständen ich dies tue, behalte ich mir noch vor. Doch bemerke ich, dass fb keine Alternative ist. Es geht zwar schneller und ich nutze es gerne weiterhin, doch der Austausch auf dem Blog ist mir mindestens so wichtig. Wenigstens eine Wochenpost nehme ich mir vor….. und vielleicht wird es ja von alleine mehr 🙂

Und so liegt mir diese Post am Herzen oder zu Füssen 🙂 und juckt mich in den Fingern, deshalb nun schreibe ich hier…….

P1020892 Angefüllt mit tausend Gedanken, Eindrücken, Ideen bin ich wieder Zuhause.  Diese Fülle, welche sich gerade in den kleinen Dingen verborgen hält, bis wir ihr Raum geben.

Tausend Gedanken wollen umgesetzt werden und ich bin froh um diese Wegbegrenzung, die auch meine Gedanken in einen Weg bahnt. Die Natur als Metapher nutzen, das ist mir schon oft gelungen. So weiss ich eine Möglichkeit, mich damit selbst zu lenken. Und ja – wenn es mir zu eng wird…. suche ich mir einfach ein neues Bild. 🙂

 

 

P1020864Die Freiheit meiner Hündin zum Beispiel. Sie darf sich frei bewegen und die Landschaft erkunden. Manchmal wünsche ich mir den Tatendrang meines Löwen-Terrier-Mädels. Die Begeisterung schaue ich mir ab….. Die Lebensfreude wirkt ansteckend, sowie die Neugierde.

Doch so interessant die Landschaft und Anderstierwelt dort für meine Hündin ist, so ist sie stets mit einem Auge oder Nasenflügel bei mir. Dieses Vertrauen meiner Hündin in mich, macht mich manchmal sprachlos.

 

 

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Von oben in die Weite blicken…. aus anderer Perspektive betrachtet, erscheint manches leichter, beschwingter, heiterer, selbstverständlich, ruhiger, bezwingbar. Und das was unbezwingbar scheint, lässt sich aus der Nähe betrachtet bezwingen, erklettern, ersteigen. Ach ja – die Berge und ihre Metapher welche dabei entstehen…..