sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Viel Platz in der Hütte, der Auszug einer Maus und ein trauriger 1.Advent

Vorgestern hatten wir hier noch schönen Sonnenschein und es bot sich an, einmal die Hütte im Garten auszumisten. Denn mir war so….. als ginge es dort nicht mit rechten Dingen zu. Es roch streng und meine Hündin schnupperte sehr interessiert. Zeigte an, mit ihrer Pfote, dass hier irgendetwas zu jagen drinne wäre. Und ja….. eigentlich und hauptsächlich wegen des Geruchs… und auch wegen des gänzlich fehlenden Vogelfutters, das vom Vorjahr hätte eigentlich noch reichlich vorhanden sein müssen…. Veranlasste mich zu dieser Aktion.

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So fand ich, einen komlpett aufgelösten, zerlöcherten Vogelfutterplatiksack mit dunnemal von ca. 5 kg, komplett leer! Ein zerfressenes Plakat an der Wand, das nur noch in wenigen Fetzen von der Wand hing. (Schade dass ich kein Foto davon gemacht habe) regelrecht, wie mit einem Papierschredder zerkleinerte Papierstreifen. 🙂 (hier wurde mächtig gearbeitet)

Erstaunt stellte ich fest, hier lagen einmal Kerzen…..

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Dann fand ich sie. Die Maus – tot – mausetot, sozusagen. (Nein, davon gibt es jetzt auch kein Foto)

Mit weit ausgestrecktem Arm, beförderte ich das Spielzeug-Tunnel-Teil von Xenia, meinem Hundemädel – worin die Maus begraben lag in Richtung Müllsack!!! Nein – nicht die Maus in meinem Hundemädel, ich meine das Tunnel-Teil. Das Tunnel-Teil, waren eigentlich nur noch Fetzen und ich dachte so bei mir, sicher hat sich diese Maus überfressen. Oder so….. ich kenn mich da nicht so aus, mit dem was Mäuse so fressen – ausser eben im Zeichentrick, da mögen sie doch Käse – oder?

Tja, so manches war mehr oder weniger nicht mehr so gut zu gebrauchen.

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Also:

Übeltäter ausgeräumt. Abfall zur Kippe gebracht. Und fein wieder eingeräumt. Und beinahe das Nest mit der lebenden Maus wieder in ein aufgeräumtes hübsches Winterquartier eingenistet. Aber NEEEE NEEEE – grade noch rechtzeitig, bemerkte ich die Schutzhöhle in einem Dekoteil in Form einer Ton-Schildkröte. Das herausbröseln von Prospektresten – Plastikteilen und Schirmgewebe veriet es…. und ja, da halte ich also dieses Teil in der Hand direkt so vor meiner Nase und stockere neugierig mit einem Hölzchen nach dem Gebrösel. Schüttel und kippe das Ganze. Da blickt mich direkt vor meinen Augen eine kleine Spitzmaus verärgert an, wer wohl an ihrem Heim rüttele.

Nur falls jemand fragt. Sie sitzt jetzt in der Schildkröte unter einem Baum….. die Hütte habe ich schnell dicht gemacht. NEIN – ich habe kein Mitleid. 🙂

Nun – warum, nun ein trauriger 1.Advent? Ich schreibe Drumherum, wie mein Hund um die Schildkröte schleicht. Den Braten darin riechend und schnuppernd. ……. Mein Herz blutet. Nach zweiundreißig Ehejahren – will mein zukünftiger Exmann ein Single-Dasein leben. Wo stets bei mir noch die Hoffnung sich nährte….. ist er jetzt weg. Irgendwo in Asien, zur Arbeit erstmal….. und reist weiter, ohne mich….. in ein Urlaubsland, über Weihnachten und Neujahr allein. Der Abschied gestern….. schmerzlich und Tränenreich, wütend und hilflos, alleingelassen. Nein, ich bin nicht komplett alleine, ich habe Xenia und Freunde um mich, doch ist mein Schmerz gross. Adventsstimmung will einfach nicht kommen. Und es ist o.k. so.

Wo eine Sonne untergeht, gibt es einen neuen Morgen…..

Ich bin traurig.

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Stolperfallen und viel grün….

Heute ist Regen-Erster-Mai. Soviel wie es heute regnet…. ich glaube, das ist außreichend für den ganzen Mai. Soweit so gut. Erster-Mai-Regen hin oder her. Heute war ich jedenfalls nicht die Erste im Mairegen. Nicht mal der Hund wollte raus. Also, konnte auch ich heute einmal etwas länger liegen bleiben. Und das tat gut.

Kalt ist es geworden. Vor zwei Tagen noch, war Barfußwetter und ja……. da war diese Stolperfalle. – Jetzt ist mein rechter Kleinzeh wieder in Position gerückt. Irgendwie fühlte es sich an, als würde er nicht mehr so ganz zu mir gehören. Nachdem ich barfuß an der Türschwelle zur Terrasse damit hängenblieb. Hölle – tat das weh! Jetzt ist er getapet. Nach Internetanleitung…. Ja, ich überlege mir…. Nein, ich verspreche es, auch mir selbst. Ich lasse es röntgen und einen Fachmann Draufäugen. ….

Nun – so gestresst und eher notgedrungen „Selbstentschleunigt“, waren wir gestern unterwegs. Wir: der Gatte, ich und der Hund. Ein Wanderheim blickte uns einladend an – mitten im Grünen. Ein Wanderheim, mit Blick über eine Landschaft – hach, zum träumen. Gestresst von allem Möglichen sassen wir also auf einer Veranda. Ein riesengroßer Kastanienbaum neigte seine Zweige soweit über die Veranda, dass es sich wie ein beschützter Raum darunter anfühlte. Das Maigrün, das gestern noch Aprilgrün war. Ein Blick den nichts aufhält, weil die Landschaft dort weit ist – öffnete Seele, Herz und Räume welche den Atem von alleine frei werden lassen. Ich bin mir sicher, dass diese Landschaft für diese Regungen sorgte.

Der Blick in die Weite. Zwischen dem Grün ein Traktor. Gemächlich zieht er seine Bahnen über das Feld. Kein Rattern ist zu hören. Dazu ist er zu weit entfernt. Mein Auge folgt den Linien die er zieht, der Gemächlichkeit, der Struktur von Linien. Hätte mein Hund an dieser Stelle nicht in allen Tönen kund getan, dass sie Hunger hat – großen Hunger, so hätte ich selbst das Essen bei den ruhigen Bildeindrücken vergessen können.

Habt ihr schon einmal einen hungrigen Terrier singen hören? 🙂

© Martina Väth

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Guten Morgen…

Erschrocken blicke ich auf das Datum ….. solange habe ich geschwiegen?

Dabei ist das Schreiben ein wichter Baustein in meinem Lebensgebäude!

So will ich mich schelten, am liebsten – Nein, ich tue es nicht!

Stattdessen wage ich heute den Wiedereinstieg in meinen Blog mit diesem Eintrag:

Heute Morgen! Beim Rückweg meiner nun täglichen Morgenrunde mit meinem Hundemädel, gehen wir an einer Baustelle vorbei. Mein Hundi zieht in Richtung LKW-Fahrer, der eben ausgestiegen ist. Und ich versuche mein Hundemädel zur Ordnung, schön brav neben mir zu laufen…. Ein Blick in Richtung des Fahrers signalisiert eine kleine Geste der Einladung. So gebe ich meinem Hundemädel die Möglichkeit zu einem kleinen Begrüssungsbesuch – welche Freude!!!!

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Guten Morgen! Ein glücksstrahlender Mensch in blauem Anton, viele Zahnlücken in der Zahnreihe die sich bei einem strahlen über das Gesicht entblössen. Eine Sprache die ich nicht verstehen kann, und doch eine Sprache des Glücks – die jeder verstehen kann. So liegt manches im nonverbalen einer Begegnung. Vielleicht auch in meinem langen Schweigen…


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Hasenholunder

Vor kurzem wollte ich noch rasch ein paar Holunderdolden schneide. So schnappte ich mir mein Hundemädel, eine Tüte und eine Schere, und ab ging es in die Büsche.

Auf der Rückseite eines Heckenweges, schön geschützt fand ich was ich suchte. Mein Hundemädel unten am Rand fröhlich schnuppernd und ich in angemessener Höhe auch 🙂

So standen wir auf der Wiese, welche die Hecken säumten am nahen Waldrand. Glücklich dass ich noch blühenden Holunder gefunden hatte. Ich streckte mich ganz weit nach oben, denn natürlich sind dort die schönsten Blüten und Duftigsten dazu. Es dauerte nicht lange und außerdem brauchte ich nur zwölf oder so.  Also reckte und streckte ich mich und mühte mich redlich ab. Xenia außer acht lassend.

Ein kurzes Innehalten…. ein suchender Blick… ein Fragezeichen im Blick…. „Xenia“???

Ich schaute mich suchend um, langsam in seichte Panik geratend.

Da – am Feldrand, ganz am Ende (wie kam sie nur so schnell dahin?) mit irgendeinem Tier. Ein Reh?? Ich rief und lockte, und mein braves Hundemädel schaute zu mir und rannte und brachte ihren neuen Kumpel gleich mit. Einen riesengroßen Feldhasen, in einem Abstand von zwei Meter, rannten sie parallel auf mich zu. Der Hase Panik im Blick und den Wald anvisierend – Ich denke: wieso schlägt der keinen Haken??? – und Xenia ganz stolz, als wollte sie sagen: „Guck Mal mein neuer Kumpel!!!! Schau mal, ich bin genauso schnell“ Dann rauschten zwei flotte Feger an mir vorbei…… und ab in den Wald.

Boahh! – Welch toller Braten! Einfach ab in den Wald?

Zum Glück kam mein Hundemädel, mich nach drei Minuten suchen, und so gab es ordentlich Leckerlies fürs wiederkommen. Und Leine!

Die Eine mit Wackelbeinen und die Andere mit ordentlich Adrenalin im Blut, machten wir uns auf den Heimweg.

Der Holundersirup sollte eigentlich ein Hasenetikett bekommen, denke ich – Oder?

Ach ja – der Topf steht noch in der Küche und wartet auf mich….


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Wie das Leben so spielt…

…so spiele ich mit!

Und wundere mich – wie es entsteht. Das Spiel! Und was da so entsteht!

Aber nun – will ich erzählen.

Ein Sonntag in einem Eiscafé. Mein Hund und ich suchen einen freien Platz im überbevölkerten Eiscafé. Natürlich im Freien. Plötzlich neben mir: „Hey Martina?“ – „Und ist das nicht Xenia?“

Ich drehe mich um und freue mich wie Bolle. Eine Begegnung mit der ich nun so gar nicht gerechnet habe. Seit dem letzten Sommer haben wir uns nicht mehr gesehen… und Nein, nicht im Eiscafé – sondern bei der Übergabe meines Hundemädels, haben wir uns zuletzt gesehen. Es ist niemand anderes, als diejenige, welche mir Xenia vermittelte. Mit Mann und Kind. Natürlich hatten wir viiiiiieeeeel zu bereden und bestaunen. So wurde mein Kaffee in der Tasse kalt, soviel hatten wir uns zu erzählen. Die Freude war riesig auf beiden Seiten. Irgendwann standen die  drei auf und mein Kaffee war immer noch nicht ausgetrunken – so blieb ich noch! UND DANN…..

kamen Neue Gäste hinzu. Eine Familie mit drei erwachsenen Kindern. Sie fragten höflich…. und selbstveständlich durften sie an meinem Tisch platz nehmen. Wir plauderten über Dies und über Das. Und über unser Schaffen…. Und ich erzählte von meinen Kinderbüchern. Von meinem Schreiben. Es ist als würden wir uns seit Jahren kennen – auf beiden Seiten und wir staunen darüber. Wir redeten über Kreativität und Lesemöglichkeiten in einem Buchcafé. Über Lesungen an Schulen und sonstigen Orten….. Ich bin verblüfft. Verwirrt von den vielen Informationen, stand ich nach einem leckeren Eisbecher auf, (der irgendwie noch in mich hineinrutschte). Tausend neue Möglichkeiten im Sinn….

Und ja – so kommt es, dass ich heute Abend zu einer Vernissage eingeladen bin. Denn die Kreativität hat keine Grenzen…. Eine Freundin – dieser „Eiscafé-Bekanntschaft-Freundschaft!“, gibt eine Vernissage, über ihr malerisches Schaffen. Wir redeten darüber – Und nun halte ich diese „persönliche Einladung“ in meinen Händen, von einer Person die ich erst heute Abend persönlich kennen lernen werde. Ich drehe und wende die Einladungskarte mit einem bildnerischen Einblick auf dem Cover, und freue mich auf heute Abend. Ich bin dann mal im Bad……


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Das Grasen der Pferde…

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Inmitten von Grün. Seelenruhiges grasen. Es berührt mich. Jedesmal – wenn ich bei den Pferden bin, diese Ruhe. Und Gelassenheit!

Dann nehme ich sie mit. Diese Ruhe und Gelassenheit, zu Mir mit nach Hause. Dann – wenn ich mir Ruhe gönne, kommt sie wieder – die Erinnerung daran. Dann – wenn ich mir dies gestatte, höre ich es – das ratschende Geräusch des Grasens. Eine Ruhe kehrt dann in mich ein. Breitet sich dort aus – wo die meiste Unruhe herrscht und drängt sie …. zur Ruhe!

Die Unruhe in mir – kann sich so wandeln.

So sitze ich … und lausche: dem Grasen der Pferde.


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Der Hubschrauber im Garten…

…nebenan. Zumindest hört es sich so an. Ein Schrabbern und Wabbern und Röhren von Maschinen-Rotoren-Irgendwas. Das Geräusch liegt in der Luft, besser gesagt der Lärm und wabert in meinen Hirnwindungen hin und her. Es macht mich unruhig, weil er nicht weiterfliegt. Ein Blick aus dem Fenster lehrt mich…..

…. es ist der Nachbar. Und ein paar Gärtner, welche mit so einem Verfestigungs-Wabber-Dingens die Erde rütteln. Und mit ihrem rütteln auch gefühlt, an meiner Hauswand und Fenster rütteln. Und ja – auch an meinen Gedanken. Pffffft – macht meine Gedanke und will entfliehen.

„Halt! rufe ich leise und halte ihn fest. Mit Tinte auf meinem Notizzettelchen.


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Unter Freunden, oder…

WER HAT HIER DAS SAGEN?

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Xenia: Ich rieche einen fetten Braten. Schmeiß den Ball weg und hilf mir lieber.

Ballträger: Ich will spielen.

Husky: Ich darf nicht – nur wenn Frauchen wegsieht. Warte – ich helf Dir gleich.

Xenia: Stell Dich nicht so an. Klapp einfach die Ohren über die Augen, dann sieht sie dich nicht.

Husky: Echt? Funktioniert das?

Xenia: Na sicher! Vertrau mir! So siehst Du nix und die Ohren sind dann auch zu.

Husky: Prima. (buddel,buddel – grins – buddel,buddel)

Ein schriller Pfiff ertönt. Pfffiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!!!!!!!!

Xenia: Ich hab nix gehört und Du auch nicht. Grab weiter, die sind weit genug weg.

Husky: Das gibt Ärger.

Xenia: Der Braten geht vor.

Nach dem fünften Pfiff oder so………

Husky: Ich geh´ dann mal besser. Wir machen Morgen weiter, versprochen.

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Ich, Frauchen von Xenia: entdecke zwischen grabenden Pfoten einen Seitenblick meiner oberschlauen Draufgängerin, ein grinsen im Gesicht.

Xenia: Gedankenblase „Jetzt bloss nicht aufgucken, ich hab´s gleich“.

Ich: „XENIA!!!! – Komm!“

Xenia: Frauchen hat keine Ahnung, eine taube Nase – aber diese Stimme. (schmelz) Bis Morgen schöne Buddelwiese, Mäuseloch und Maulwurfshügel. Haltet mir die Braten frisch. Ich komme wieder, versprochen. Und mit Verstärkung.

© Martina Väth

 


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Ich glaube ich habe…

…Frühjahrsmüdigkeit

Jepp – ihr lest richtig.

Heute morgen war ich noch bei Minus-Graden unterwegs. Dann heute am Nachmittag saß ich auf 650 m Höhe, bei strahlendem Sonnenschein und satte 13 °C auf einer Bank und genoß die Frühjahrswintersonne.

Oder Winterfrühjahrssonne? Wer weiß das schon so genau. Anschließend war ich soooooo müde, dass ich mich auf die Couch legte. Fünf Minuten nur.

Dann wachte ich eine Stunde später auf. Zu meinen Füssen mein Hundemädel – schnarchend. Tja – ich glaube das ist ansteckend.