sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Freitagsgedanken mit Frida

Ein Dialog mit André Breton

„Sie sind eine Surrealistin“, meinte Breton

„Wie kommen Sie darauf?“

„Sie entsprechen vollkommen der Definition“

„Ich glaube, ich will gar keiner Definition entsprechen. Ich möchte Ihnen nur eines sagen: Ich male meine eigene Wirklichkeit“

Frida Kahlo im Gespräch mit André Breton

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Weshalb suchen wir uns gerne Definitionen? Braucht es denn eine Einordnung? Ich schreibe „meine Gedanken“ mit meinen Worten und mit meiner Handschrift.

(c)


Ein Kommentar

Freitagsgedanken mit Frida

Frida malte vor allem um sich damit Vergnügen zu bereiten, so drückte sie es selbst aus. Und auch: „Ich male nicht meine Träume, sondern meine Wirklichkeit“.

Frieda Kahlo

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So schreibe ich vor allem weil es mir Vergnügen bereitet. Ja – und auch nicht im Traume, sondern Verwirkliche mir mein Schreiben.


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Freitagsgedanken mit Frida

Ach, wissen Sie, ein Café, wo lauter Verrückte verkehren. Jeder Tisch ist mit jedem verfeindet, ständig beschimpft und beleidigt einer den anderen… Unmögliche Dialoge. Und immer geht es um Politik. Das El Paris, ein richtiges Surrealistencafé. Natürlich hängt es davon ab, welchen Sinn man einem Begriff gibt.

Frida Kahlo im Gespräch mit André Breton

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Natürlich hängt es davon ab, welchen Sinn ich einem Begriff gebe und welchen Raum ich ihm einräume, in meinem Alltag.


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Freitagsgedanken mit Frida….

…wieder aufgenommen.

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Es beschäftigt mich wieder. Das Leben von Frida. Gedanken um Frida und mehr….

„Schon seit langem hatte ich mir angewöhnt, in meinen Briefen Szenen aus meinem Tagesablauf, verschiedene Wunschvorstellungen bildlich darzustellen. … Zeichnen, nein nicht wirklich, es war tatsächlich ein herumkritzeln. …

Aber plötzlich, hier unter diesem beklemmenden Spiegel, bekam ich unbändige Lust zu zeichen. Ich wollte nicht mehr nur Striche ziehen, sondern ihnen einen Sinn, eine Form, einen Inhalt geben.“

FRIDA KAHLO

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Plötzlich ist sie da, diese unbändige Lust am Schreiben. Schon lange schreibe ich, bildlich beschriebene Situationen. Und seit einiger Zeit schreibe ich hier auf meinem Blog – es ist wie ein herumkritzeln mit Worten. Aber plötzlich ist es hier – die Durchbruchstimmung. Ich möchte zeichen, mit Worten nicht nur Striche ziehen, sondern ihnen eine Form, Sinn und mehr Inhalt geben – hier auf meinem Blog. Und darüber hinaus.

Martina Väth


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Freitagsgedanken mit Frida

Schon lange habe ich hier nichts mehr über Frida Kahlo gepostet. Heute muss es sein.

Ein Dialog

„Frida, wann wirst du aufhören, so widerborstig  zu sein?“
„Hm… Vielleicht nie. Schlimm, was, Mama?“

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eigensinnig, widersetzlich, rebellisch……..

Genau diese Fähigkeiten sind Lebendigkeit pur.


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Freitagsgedanken mit Frida

Frida hatte eine sehr feine Wahrnehmung, eine Sensibilität die ihrer Umwelt verborgen blieb. So hatte sie eine plötzliche spürbare Unruhe, als sie den Bus betrat mit dem sie verunglücken sollte. Da außer ihr wohl sonst niemand diese Vorahnung in Form von einem sonderbaren Unbehagen wahrnahm, beruhigte sie sich selbst. Schließlich glaubte sie nicht an religiöse oder magische Erscheinungen. Wie es dann weiterging, der Rest der Geschichte – dass sie einen schweren Unfall hatte, kennen wir alle.

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Diese sensible Stimme in uns, können wir sie hören? Nehmen wir uns für ernst genug? – Nehme ich mich für enst genug? Auch wenn ich nicht weiss warum sich ein inneres Bedürfnis mir gerazu aufdrängt? Schaffe ich es gerade diesem diffusen Gefühl Raum zu geben, zuzuhören? Nehme ich meine intuitiven Wahrnehmungen an oder lasse ich mich von Außen beeinflußen? Vertraue ich mir? Vertraue ich meiner sensiblen Wahrnehmung?

Dieser Text auf welchen ich heute gestossen bin, er macht mich sehr nachdenklich. Beschütze ich mich selbst genügend?


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Freitagsgedanken mit Frida Kahlo

Als Kind schaffte sich Frida den Freiraum längere Zeit für sich alleine zu sein. Das gelang ihr sogar wenn Personen in ihrer Nähe waren. Sie war in der Lage in ihre eigene Fantasiewelt zu schlüpfen und ihre Umgegung für eine Zeitlang zu vergessen. Indem sie ein Fenster anhauchte und eine Türe einzeichnete, gelangte sie auf die andere Seite. Ein Spiel mit ihrer Fantasie begann. Sie erfand sich eine gute Freundin die sie fast täglich besuchen ging. Ihre erträumte Freundin war stumm, aber sehr lustig und sie lachte viel. Frida konnte ihr alles erzählen, ihren Kummer, von Schwestern und Eltern, von ihren Streichen und von allem was sie bewegte. Ihre Träume und ihre Fragen die sie hatte. Die Freundin hörte ihr immer aufmerksam zu mit strahlenden Augen. Dann tanzten sie zusammen bis sie schwindelig wurden. Sobald Frida genügend Ruhe getankt hatte, getröstet und sich glücklich fühlte – kehrte sie wieder zurück in ihre Umgebung. Wischte die Tür auf ihrem Fenster wieder aus. Glücklich über ihr Wissen und ihr Geheimnis um einen Ort an welchem sie ihre Fantasie ausleben konnte und sie Energie tanken konnte.

Auszug aus ihrem Tagebuch: Mit dem freudigen Wissen um mein geheimes Erlebnis rannte ich in die entferntest Ecke des Innenhofs; immer an derselben Stelle, unter einer Zeder, blieb ich stehen, jubelte und lachte, verwundert darüber, dass ich mit meinem großen Glück allein war und das kleine Mädchen in meiner Vorstellung so lebendig blieb. FRIDA KAHLO

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Solche unbeschwerten Kraftquellen die man sich selbst über die Fantasie schaffen kann, ist einem kindlichen Herz wohl angeboren?


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Freitagsgedanken mit Frida Kahlo 4

Frida suchte das Café „La Flor de México“ in der Stadt auf. Ein beliebter Treffpunkt der damaligen mächtigsten Mitglieder der alten Aristokratie. Sie stürmte unbeeindruckt in das voll besetzte Café. Alle Köpfe drehten sich nach ihr um. Sie wurde als „die kommunistische Malerin, die Frau von diesem Diego Rivera“ identifiziert und es setzte gehässige Bemerkungen.

Wenn ich mir diese Situation vorstelle, so wäre ich sehr wahrscheinlich vor Scham im Boden versunken. Frida lachte nur und sagte mit lauter Stimme zu ihrer Begleitung: „Mach dir nichts draus, Piquitos. Bei solchen Leuten gibt´s  nur eins – man muss ihnen sagen, dass sie sich zum Teufel scheren sollen.“ Sprachs, ließ sich zu einem netten Platz führen und bestellte zwei mal Schokolade und die teuerste ´rosca` (Dreikönigskranz) FRIDA KAHLO.


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Freitagsgedanken mit Frida Kahlo 3

Gegensätze – Parallelen?

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Frida darf auf die höhere Schule gehen. Ihr Vater, Guillermo Kahlo hat sich dafür eingesetzt.  Frida wird eingekleidet nach Art deutscher Oberschülerin. Dunkelblauem Faltenrock, weiße Hemdbluse mit Krawatte. Socken mit Bund und hochgeschnürte Schuhe. Ein  mit Bändern versehener schwarzer Strohhut. Letzte Vorbereitung werden gerade von ihrer Mutter vorgenommen. Frida steht auf einem Hocker – ihre Mutter steckt den Saum ab.

„Und? – Wie sehe ich aus?“

„Wie ein anständiges braves Mädchen. Wie eine gute Schülerin“

„Himmel! Wie kann ich so noch Unsinn machen?“

„Wann wirst du endlich mal vernünftig, Frida?“

„Vieleicht nie, Mama. Ist das denn so schlimm?“                                                 FRIDA KAHLO


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Freitagsgedanken mit Frida Kahlo 2

„Und ohne es wirklich ernst zu nehmen, begann ich zu malen.“ FRIDA KAHLO

Ihr Talent entwickelte sich unter großem Druck. Ein Spiegel der seit ihrem Unfall über ihrem Bett hängt, zwingt sie sich zu betrachten. Der körperliche Schmerz und das seelische Leid dringt an das Außen. Ihr künstlerisches Empfinden bricht sich Bahn. Ihr erstes Bild ist ein Liebesgeschenk an Alejandro.

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Und ohne es wirklich ernst zu nehmen, begann ich im Sommer diesen Jahres mit dem Klavierspielen. In der Improvisation finden meine Stimmungen ihren Ausdruck.