sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Kalte Füsse …

….sind, welch ein Wunder, während des malens herrlich warm geworden!

P1140956Plötzlich ist es da – beinahe aus heiterem Himmel. Die Sehnsucht nach Farbe. Den Pinsel in Farbe zu tauchen. Zu malen um des Malens willen. Ohne zu zögern und ohne vorher darüber nachzudenken. Einfach malen. Einfach Tun. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – ein Zitat von Erich Kästner und Paro Christine Bolam schreibt darüber. Paro durfte ich bei einem ihrer Workshops kennenlernen. Ihre Art, das „intuitive Malen“ zu vermitteln – entspricht ganz meinem Bedürfnis. Den Pinsel in Farbe zu tauchen und malen.

Einige Zeit malte ich im Verborgenen. Ich schämte mich über meinen bildlichen Ausdruck.

Bewertete dies mit „das will eh keiner sehen“  –  “ (und schlimmeres) “ … und versteckte meine Bilder im und auf dem Schrank. Und damit vor mir selbst. Nun, dachte ich. Ich könnte doch mal wieder bei Paro vorbeischauen, in ihrem schönen Blog herumstöbern. Wer mag, lest selbst.

Warum ich das malen wieder aufgriff. Es gibt mir einen Rahmen, zeigt mir meinen inneren Prozess, gibt mir Struktur, ist mir Wegbegleiter und eine ganz persönliche Art von Mediation. In diesem Falle schenkte es mir warme Füsse. Danke Paro, für Deine Ermutigungen.


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Wie das Leben so spielt…

…so spiele ich mit!

Und wundere mich – wie es entsteht. Das Spiel! Und was da so entsteht!

Aber nun – will ich erzählen.

Ein Sonntag in einem Eiscafé. Mein Hund und ich suchen einen freien Platz im überbevölkerten Eiscafé. Natürlich im Freien. Plötzlich neben mir: „Hey Martina?“ – „Und ist das nicht Xenia?“

Ich drehe mich um und freue mich wie Bolle. Eine Begegnung mit der ich nun so gar nicht gerechnet habe. Seit dem letzten Sommer haben wir uns nicht mehr gesehen… und Nein, nicht im Eiscafé – sondern bei der Übergabe meines Hundemädels, haben wir uns zuletzt gesehen. Es ist niemand anderes, als diejenige, welche mir Xenia vermittelte. Mit Mann und Kind. Natürlich hatten wir viiiiiieeeeel zu bereden und bestaunen. So wurde mein Kaffee in der Tasse kalt, soviel hatten wir uns zu erzählen. Die Freude war riesig auf beiden Seiten. Irgendwann standen die  drei auf und mein Kaffee war immer noch nicht ausgetrunken – so blieb ich noch! UND DANN…..

kamen Neue Gäste hinzu. Eine Familie mit drei erwachsenen Kindern. Sie fragten höflich…. und selbstveständlich durften sie an meinem Tisch platz nehmen. Wir plauderten über Dies und über Das. Und über unser Schaffen…. Und ich erzählte von meinen Kinderbüchern. Von meinem Schreiben. Es ist als würden wir uns seit Jahren kennen – auf beiden Seiten und wir staunen darüber. Wir redeten über Kreativität und Lesemöglichkeiten in einem Buchcafé. Über Lesungen an Schulen und sonstigen Orten….. Ich bin verblüfft. Verwirrt von den vielen Informationen, stand ich nach einem leckeren Eisbecher auf, (der irgendwie noch in mich hineinrutschte). Tausend neue Möglichkeiten im Sinn….

Und ja – so kommt es, dass ich heute Abend zu einer Vernissage eingeladen bin. Denn die Kreativität hat keine Grenzen…. Eine Freundin – dieser „Eiscafé-Bekanntschaft-Freundschaft!“, gibt eine Vernissage, über ihr malerisches Schaffen. Wir redeten darüber – Und nun halte ich diese „persönliche Einladung“ in meinen Händen, von einer Person die ich erst heute Abend persönlich kennen lernen werde. Ich drehe und wende die Einladungskarte mit einem bildnerischen Einblick auf dem Cover, und freue mich auf heute Abend. Ich bin dann mal im Bad……


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Zwischen die Finger geraten….

..ist mir heute dieser Text. Ein Tagebuchauszug von Virginia Woolf vom 25.11.1938

…ich schlage das Tagebuch auf, um unten auf der letzten pessimistischen Seite… festzuhalten, dass man den Pessimismus austreiben kann, indem man in Fluß kommt: kreatives Schreiben. Warum dann also nicht, wenn man pessimistisch wird, das Gehirn ein wenig hin- und herschaukeln, bis es auf seine Umlaufbahn gerät?

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Und nun? Schaukel ich meine Gedanken in Wortspielereien. Schaukel Hin und schaukel Her. Schwinge Vor und Zurück. Und zwischendurch ein Freudenjauchzer. Voller Glück. ….. und schon ist ein Gedicht fertig. 🙂


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Mein Büchermesseweg

So – nun ist es amtlich.

Lange habe ich darüber geredet, geschrieben und geträumt.

Manchesmal mich selbst dafür geohrfeigt, weil mir der Mut fehlte oder ich zu langsam war. Dann habe ich mich wieder getröstet und weiter geträumt. Bis ja – bis vor kurzem die Ideen dann aufs Papier hüpften. So bin ich von einer eigenartigen Unruhe erfasst. Ängstlich und mutig zugleich. Nicht wissend was daraus wird….. Doch ein Anfang ist gemacht. Und nun?

Gehe ich weiter. Einen Schritt um den anderen. So werde ich dieses Jahr die Buchmesse in Leipzig als „freie Autorin“ betreten. So steht es nun schwarz auf weiss auf dem Papier. So bin ich gemeldet bei den Ämtern. Und nun?

Es heißt Ärmel hochkrempeln. Die Schreib-Schuhe schnüren und los gehen – d.h. weiter gehen. Denn losgegangen bin ich schon lange.


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Freiheiten

Sich aus gewissen Zwängen zu lösen, bedeutet eine größere Freiheit zu erlangen. Zur Freiheit gehört eine Portion Mut. Und Ja – auch eine Portion Selbstbewusstheit.Die wiederum erreicht man by Doing.

Dann tue ich mal. Step by step.

http://geschichtenhecke.wordpress.com/


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Freitagsgedanken mit Frida

Ach, wissen Sie, ein Café, wo lauter Verrückte verkehren. Jeder Tisch ist mit jedem verfeindet, ständig beschimpft und beleidigt einer den anderen… Unmögliche Dialoge. Und immer geht es um Politik. Das El Paris, ein richtiges Surrealistencafé. Natürlich hängt es davon ab, welchen Sinn man einem Begriff gibt.

Frida Kahlo im Gespräch mit André Breton

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Natürlich hängt es davon ab, welchen Sinn ich einem Begriff gebe und welchen Raum ich ihm einräume, in meinem Alltag.


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Fabelhafte Anregungen…

…am Sonntagabend.

Dank des Fernsehprogrammes, das mich am Sonntag so gar nicht ansprach, holte ich die DVD von „Die fabelhafte Welt der Amelie“ hervor.

Wie oft ich diesen Film schon gesehen habe, jedes Mal entdecke ich ein neues Detail das mich inspiriert, zum nachdenken einlädt.

Wie Amelie dem Gemüsehändler kontert, aufgrund dessen Gemeinheiten einem anderen gegenüber

„sie sind ganz bestimmt kein Gemüse, denn selbst eine Artischocke hat ein Herz“.

Es handelt von Wertschätzung. Von Einfühlungsvermögen und Handlungsfähigkeit durch gekonnte Grenzsetzung. Ja, manchesmal wünsche auch ich mir einen Souffleur, der mir genau solche Worte ins Ohr flüster. Einen der mir Texte einflüstert welche Dauerlästerer und Entwerter, mich so entgegentreten lässt, dass diese schweigen. Dass sich das Blatt wendet und diese Spötter selbst zu ihrem eigenen Gespött werden.

Amelie die in einer Einsamkeit und Isolation aufwächst. Für sich irgendwann beschließt anderen zu helfen, andere glücklich zu machen und ihr dies auch gelingt. Sie agiert im Hintergrund. Hilft anderen und sie selbst? Ist sie in der  Lage für ihr eigenes Glück zu sorgen? Nein, sie leidet in ihrer Einsamkeit. Denn die Liebe lässt sich nur zu zweit leben. Auch sie braucht Tipps und Ratschläge von außen – und greift diese auf, für ihr eigenes Glück.

Und wenn ich genau hin höre – so höre ich die Stimme meiner Souffleuse flüstern:

  • meine fast vergessenen Texte über eine Drachengeschichte zu erweitern
  • mein neues Buch über diesen Jungen weiterzugestalten
  • die Buchmessegespräche weiter vorzubreiten

Und weiteres flüstert sie mir zu. Ich schließe meine Augen für einen Moment, damit ich besser hören kann. Dann öffne ich sie rasch wieder, blinzle in den neuen Tag und freue mich über die Berührungspunkte von Märchen – seien es alte oder ganz moderne.


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Freitagsgedanken mit Frida….

…wieder aufgenommen.

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Es beschäftigt mich wieder. Das Leben von Frida. Gedanken um Frida und mehr….

„Schon seit langem hatte ich mir angewöhnt, in meinen Briefen Szenen aus meinem Tagesablauf, verschiedene Wunschvorstellungen bildlich darzustellen. … Zeichnen, nein nicht wirklich, es war tatsächlich ein herumkritzeln. …

Aber plötzlich, hier unter diesem beklemmenden Spiegel, bekam ich unbändige Lust zu zeichen. Ich wollte nicht mehr nur Striche ziehen, sondern ihnen einen Sinn, eine Form, einen Inhalt geben.“

FRIDA KAHLO

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Plötzlich ist sie da, diese unbändige Lust am Schreiben. Schon lange schreibe ich, bildlich beschriebene Situationen. Und seit einiger Zeit schreibe ich hier auf meinem Blog – es ist wie ein herumkritzeln mit Worten. Aber plötzlich ist es hier – die Durchbruchstimmung. Ich möchte zeichen, mit Worten nicht nur Striche ziehen, sondern ihnen eine Form, Sinn und mehr Inhalt geben – hier auf meinem Blog. Und darüber hinaus.

Martina Väth


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Was wird es Neues bringen?

Diese Frage stelle ich mir seit ein paar Tagen und bin gespannt.

Das Unvorhergesehene ist noch verschlossen. Das Vorgesehene ist bereit gezeigt zu werden.

So plane ich gerade meine Reise nach Leipzig für die Buchmesse.

Ich suche die Gespräche und Verhandlung mit Verlagen, für meine Kinderbücher.

Ein Neues Buch ist in Arbeit, an welchem ich täglich arbeite.

Über meine Bücher möchte ich einen Zugang schaffen, von den Erwachsenen zu den Kindern. Die Kinder liegen mir am Herzen. Und diejenigen die einmal Kinder waren. Ich möchte einen Zugang schaffen zu der heiteren Grundstimmung, welche die Kinder von Natur aus besitzen. Ein Miteinander. Ein Voneinander lernen. Nicht nur den Erwachsenen eine Stimme zu geben. Sondern die Kinder zu Wort und Gedanken kommen lassen. Die Kinder haben Manches, was wir Erwachsene verlernt haben. So können wir uns gegenseitig inspirieren. Die Kinder die Erwachsenen und die Erwachsenen die Kinder.

Das ist es, was ich zu sagen haben. Das träumen wieder zu erlernen um mit den Kindern mithalten zu können. Dies ist für mich mein Schlüssel zu einer ganz persönlichen Freude, an der ich Andere teilhaben lassen möchte.

Und nun – bin ich gespannt, was das Unvorhergesehene mit mir vorhat.


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Wie aufschlussreich sind Träume?

Ich träumte heute Nacht. Von Isabel Allende. Ich traf Sie am Gartenzaun und plauderte mit ihr. Ihr Lebenspartner war dabei und sie wirkten sehr glücklich miteinander. Ich fragte sie im Traum, ob Sie die Schriftstellerin wäre und Sie bestätigte mir dies. Sie wirkte so jung oder eher zeitlos. Ich wusste, sie ist nicht mehr soooo jung und fragte mich nach ihrem Alter. Ich freute mich, Isabel Allende persönlich zu sprechen und ich stellte fest: Sie ist ein ganz normaler Mensch, so wie Du und Ich. Sie gab mir einen persönlichen Ratgeber mit an die Hand in Form eines kleinen Büchleins. ….

Ich weiss noch nicht so ganz genau, was mir dieser Traum zu bedeuten hat. Eines weiss ich jedoch sicher. Schriftsteller sind ganz normale Menschen. Und noch etwas weiss ich ganz genau. Das Büchlein, der Ratgeber – den kenne ich ganz genau.

Wenn ich mein Empfinden auf den Traum fokusiere, so macht mich dieser Traum richtig froh. Ich strahle …. und dies an einem solch trüben Novembermorgen.