sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Schreiben ist mein Leben

In meiner Welt geschieht nichts Weltbewegendes. Zur Zeit jedenfalls. Was kann ich also berichten? Morgens die Hunderunde?

Mein Schreiben ist ungelenk geworden. Worte finden um die Sprachlosigkeit zu durchbrechen. Wie geht das doch gleich nochmal? Und doch ist da dieser Impuls………

Schreibe, schreibe , schreibe.

Schreibe und die Worte finden sich von alleine.

Schreibe von Begegnungen. Von den kleinen Momenten und Ja, auch von den Traurigkeiten des alleine seins. Andere sind auch alleine. Und tief in mir ist eine Sehnsucht. Schreibe….. flüstert mein Herz.

Meine Hände finden schon den Weg. Finden Buchstaben die zusammenfinden.

Und wunderbar! Das selbstentdecken dieser Impulse, welche tief von innen kommen. Sich wieder mehr selbst zu vertrauen, dass im Tun das Herz aufgeht und die Worte nach außen finden. Ganz von alleine……

Ja – Und das tun sie.

Schreiben ist wie atmen für mich. Atmen ist Leben. Und Ja – ich will wieder leben. Jede Faser meines Körpers durchlüften. Ja, auch durch die Hunderunde am Morgen.

So entsteht die Überschrift irgendwann und ganz automatisch. Inmitten des Beitrages, während des Schreibens.


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Glücksbereit

Schritt um Schritt
kommt Veränderung
Schritt um Schritt
ist jemand da Draußen

Und mit der Veränderung
werden wir uns irgendwann
begegnen oder wieder begegnen
denn die Welt ist rund

Für den Fall
Dass ich Dich
nicht gesehen habe
Wir sehen uns

Augenblick für Augenblick
kommt die Zeit
der Begegnung näher
zuerst als Wunsch

Sehnsucht reift
in der Stille
Schritt um Schritt
von innen nach außen

Die Angst sanft
beiseite schieben
oder mit ihr sein
Arm in Arm

Und dennoch
das Herz auf Empfang
Schritt um Schritt
durch die Angst

Vertrauen finden
Begegnung erleben
Glücksbereit
Schritt um Schritt.
© Martina Väth


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Wiederbelebung

Ausatmen – Einatmen im Wechsel. Das Verbrauchte abgeben – Neues hereinlassen. Gelebtes loslassen – Ungelebtes hereinlassen. Das Erinnern verwerten, als Lernprozess. So ungefähr.

Auf der Suche nach dem Sinn…….. Jeder Atemzug macht Sinn. Versorgt den Körper und Geist mit Sauerstoff. Leben. Jeder gelebte Erinnerungsfetzen……. Nichts festhalten, sondern loslassen um der Gesundheit willen. Lernen. Und weitergehen.

Die Lebensschule ist ein gewichtiger Ort. Wer denkt schon über den Atem nach? Geschieht es doch von selbst – normalerweise. Bewusstes Ausatmen, lange und ausgedehnt. PAUSE. Bis der Lufthunger von alleine kommt…… Und dann, bewusst und tief mit allen Facetten der Selbstwerdung, die frische Atemluft in alle Zellen des Körpers hereinlassen. Sich selbst neu beleben. Mich selbst frisch atmen.

Meine persönliche Wiederbelebung – Schreiben. Schreiben ist für mich wie atmen. Ein Stück Sicherheit in mir, trotz unruhigen Zeiten – noch immer. Während ich die Unsicherheit nicht abstellen kann, kann ich doch mit Sicherheit atmen. Worte atmen. Den Schreibseelenhunger mit einem Buchstabensüppchen beleben. Mich Wiederbeleben.

©Martina Väth

 


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Über das Finden….

…und Entdecken.

Tief in meinem Kästchen, in so einer versteckten Kellernische habe ich Schätze gefunden. Zeichnungen und Gedankengut. Erinnerungen an eine kreative Schaffenszeit. Vor ein paar Jahren hatte ich an einem kreativen Malkurs teilgenommen. Gemalte Märchen sind da entstanden. Am Ende sollten wir ein Feedback abgeben und ich konnte Nichts sagen. Stattdessen sind Töne aus meinem Mund gekommen. Meinen ganzen Mut musste ich aktivieren um mich irgendwie mitzuteilen. Ja, und dann sang ich……..

Ich weiss noch, dass ich vor Aufregung hyperventilierte. Ich zitterte am ganzen Körper und meine Hände kribbelten, aber ich sang.

Dieser Moment des mich Erinnerns weckt Freude und Entdeckergeist.

Ich kann nicht aufhören zu lächeln.


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Schreibseelenfeuer

Lange Zeit habe ich geschwiegen und Vieles hier nicht mehr geschrieben. Nach zwei Jahren Trennungszeit, kehrt in meinem Herzen langsam Ruhe ein. Lange Zeit konnte ich nur die Nacht sehen, den erloschenen Sternenhimmel. Tränen und Angst. Trennungsschmerz und Allein-gelassen-Sein. Angst vor der „neuen Zeit“, die doch schon längst begonnen hat. Die Zeit nach der Trennung…….

Und nun – lebe ich in einer Zwischenwelt. Noch nicht neu angekommen, aber zur Ruhe gekommen.

Draußen ist es ungemütlich, regnerisch und eine Welt voll Irrlichter treibt ihr Unwesen um Haus und Geld. Koboldgeister und kalte Glassplitter. Nichts ist vergänglicher als Worte, die in den Wind gesprochen werden. Verzerrte Erinnerungen huschen über die Landschaft. Schattenbilder.

Nachtkalt sendent der Mond sein sanftes Licht durch das Fenster und flutet meine Bettdecke. Von irgendwoher fallen Töne in zarten Farben von orange und rosa, bringen Wärme und Geborgenheit mit. Ich weine und weine und kann nicht mehr aufhören. Weine über die Wiederentdeckung der Farben, weine um meinen Stillstand, weine über die Klarheit einer Sopranstimme, deren Klang direkt in mein Herz findet. Weine über die Feststellung „wie-sehr-ich-mich-verloren-habe“. Und weine über das Wiederfinden meines Selbst.

 

Noch bin ich in einer Zwischenwelt. Und doch ist da meine Sehnsucht nach meiner Schreibe-Seele. Danke Sefora, deine Authentizität schenkt mir mit deiner Stimme und diesem Text etwas Besonderes. „Für Dich und Deine Stimme“, hast Du mir in mein Notenheft geschrieben. Und ich habe es mir zu Herzen genommen und in meine wieder-wollende-Schreiberseele. Das Feuer der Leidenschaft „Schreibseelenfeuer“ sendet sein Licht auch in der Dunkelheit. Der Spiegel deiner Seele, leuchtet mir samtig ins Gesicht.

Den ersten Schritt habe ich nun getan. ….

 


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Mir selbst eine Freundin sein….

Kann ich das? Mir selbst eine Freundin sein? Wie geht das überhaupt?

Kann ich mich ganz auf mich verlassen? Mich selbst in die Arme schliessen und mir einen Weg aufzeichnen?

Mich trösten wenn ich Halt suche? Mir selbst meinen Schmerz und Kummer anvertrauen und sicher sein, dass ich einen Ausweg finde? Mich zu den richtigen Leute hin begebe? Mir von den richtigen Personen Rat und Schutz hole?

Mich selbst lenke, stütze und schütze – so wie ich das mit meiner besten Freundin tun würde?

Meine Zeit nutzen und mich selbst voran bringen? Schritt um Schritt? Mich selbst lenke? Mit meinem Vertrauen in Mich? Ist da genügend Gehör von mir? Meiner inneren Stimme vertrauend?

Wem sollte ich mehr vertrauen als mir Selbst?

Nur wenn ich mir selbst eine gute Freundin bin, kann ich mit mir zufrieden meine Zeit verbringen. Mich freuen und mich erfüllt fühlen. Glück aus mir Selbst empfinden. Und lächelnd mir im Spiegel begegnen.

Und sehe ich mich so wie mich meine Freunde sehen? Mit der selben Wertschätzung? Oder mache ich mich kleiner???

Ich werde einmal mehr meinen Freunden zuhören. Damit ich etwas mehr über mich erfahre…….


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Lebenslinien

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Nun möchte ich mich hier wieder melden…… mit den Dingen die mein Leben bereichern, mir wichtig sind bzw. die mich weiterführen. Dieses Bild als Symbol nutzend. Aus der Mitte gerückt und doch näher bei mir. Und auch wieder näher am Auge des Betrachters gerückt.

Sehr viel ist im letzten Jahr passiert und es fällt mir schwer darüber zu berichten. Deshalb nun in der Kürze.

Seit Anfang September bin ich nun alleine. Der Auszug einer großen Liebe ist zu Ende gegangen. Zu viele Verletzungen sind geschehen. Die Veränderungen nun anzunehmen, bedeutet eine große Herausforderung an das Leben. An der ich manchmal verzweifeln möchte. Doch deshalb steht nun das Herz dieses Bildes näher bei mir.

Weil nun auch das Schreiben ein Herzstück von mir ist, rücke ich es wieder näher heran. Näher an meine Leserschaft und v.a. näher zu mir. Es ist das Schreiben, dass mich zu mir führt. Es ist DAS was mich mein Leben lang begleitet, mich stützt und führt. So auch Jetzt in diesem Moment während ich hier sitze und diese Zeilen verfasse.

Worte……. nichts als Worte, könnte man sagen! Doch für mich ist die Bedeutung des Schreibens und des Lesens Mehr……. Es ist der Ausdruck meines Herzens. Dessen was mich bewegt und deshalb auch belebt. Deshalb schreibe ich. …

Lebenslinien.


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Selbstliebe zum Valentinstag

So sitze ich hier auf meiner Couch und lausche dem Radio.

Zuhörer rufen an, wünschen sich Lieder für ihre Lieben. Grüssen und senden ihre Dankbarkeit für Liebesjahre, Liebestaten. Respekt und Zuneigung. Dankbarkeit und Achtung vor dem Tun des Gegenübers.

Ich schicke meine Grüsse mit Silbermond ins Universum. Meinen Wunsch nach einer Neuen Liebe…..Entdecke dabei eine Kohlmeise am Bambuszaun, dahinter der Korkenhaselstrauch – schaue ….Nein, es sind Zwei und mein Lächeln. 🙂

Wie ich diese Momente liebe…. ❤

Ich beuge mich nach links, wende mich meiner Hündin Xenia zu und singe leise mit Silbermond zusammen: „Du bist das Beste was mir je passiert ist…… es tut so gut, dass Du mich liebst………es tut so gut, dass Du bei mir bist…….“

Und so entsteht mein eigener Valentinsgruss aus Dankbarkeit, Respekt und Zuneigung an meine treue Begleiterin, Trösterin und grösste Heldin aller Zeiten. Sie ist das Beste, was ich für mich in den letzten Jahren in mein Leben kommen ließ. ❤

 


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Morgenruhe

Beim Spaziergang in der Frühe.

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Nebelschleier ziehen durch

dazwischen Schafe. Eine große Herde.

Friedlich beäugen wir uns gegenseitig

Die Ruhe der Weide im Sonnentau, lässt den Nebel verblassen

weich zeichnet sich die Landschaft darin.

Waldrand, Moos, Wiese, Licht

und die Schafe – natürlich Natürlich

und Ich?

Bin ich authentisch?

Stehe ich für mich ein?

Mitten in der Morgenruh-Friedlichkeit, sitzt ein Rabe, zwischen all den Schafen.

Und behalten ihre Natürlichkeit, natürlich

der Rabe und die Schafe.

Wir gehen unseren Weg

Xenia und Ich – weiter,

mit einem Bild des Friedens, der Akzeptanz.

© Martina Väth

(P.S. ein Bild gibt es leider nicht, Handy blieb zu Hause)