sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Was mich bewegt…..

… bewegt auch Andere

 

Xenia hat es so an sich, dass sie gerne schmust und sich für eine Weile ganz eng an mich schmiegen möchte. Dieses Ritual gönnen wir uns täglich. Meist Zuhause auf der Couch. Ein Blick und ich weiß, jetzt ist Schmusezeit. Sie schmiegt sich so eng an mich, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt.

Nun waren wir aber unter einer Gruppe von Bekannten, zu einem Treffen verabredet. Jemand hielt gerade einen Vortrag als mich Xenia mit ihrem „ich-möchte-JETZT-schmusen-Blick“ ansah. Nun Ja – zugegeben, Frauchen war selbst sehr müde und das Zuhören war erschwert durch Außenlärm. Eine Couch gab es natürlich nicht, denn ich sass auf einem Stuhl und hatte plötzlich einen Schosshund. Tiefenentspannt und höchst zufrieden kuschelte sich Xenia auf meinem Schoss zurecht. Die Zuwendung selbst genießend, entspannte ich zusehends mit.

Ich bemerkte noch die Blicke meines Gegenübers. Blicke die mitgenossen……

Und später, als die Schmusestunde längst beendet war, sprach er mich lachend an:

„Ich wünsche mir eine Frau, die mich so liebt, wie Du deinen Hund.“

Seine Augen blitzten verschmitzt.

Ach – wünschen wir uns das nicht Alle? – dachte ich. Aber gesagt habe ich es nicht. Nur geschmunzelt.


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Schreibseelenfeuer

Lange Zeit habe ich geschwiegen und Vieles hier nicht mehr geschrieben. Nach zwei Jahren Trennungszeit, kehrt in meinem Herzen langsam Ruhe ein. Lange Zeit konnte ich nur die Nacht sehen, den erloschenen Sternenhimmel. Tränen und Angst. Trennungsschmerz und Allein-gelassen-Sein. Angst vor der „neuen Zeit“, die doch schon längst begonnen hat. Die Zeit nach der Trennung…….

Und nun – lebe ich in einer Zwischenwelt. Noch nicht neu angekommen, aber zur Ruhe gekommen.

Draußen ist es ungemütlich, regnerisch und eine Welt voll Irrlichter treibt ihr Unwesen um Haus und Geld. Koboldgeister und kalte Glassplitter. Nichts ist vergänglicher als Worte, die in den Wind gesprochen werden. Verzerrte Erinnerungen huschen über die Landschaft. Schattenbilder.

Nachtkalt sendent der Mond sein sanftes Licht durch das Fenster und flutet meine Bettdecke. Von irgendwoher fallen Töne in zarten Farben von orange und rosa, bringen Wärme und Geborgenheit mit. Ich weine und weine und kann nicht mehr aufhören. Weine über die Wiederentdeckung der Farben, weine um meinen Stillstand, weine über die Klarheit einer Sopranstimme, deren Klang direkt in mein Herz findet. Weine über die Feststellung „wie-sehr-ich-mich-verloren-habe“. Und weine über das Wiederfinden meines Selbst.

 

Noch bin ich in einer Zwischenwelt. Und doch ist da meine Sehnsucht nach meiner Schreibe-Seele. Danke Sefora, deine Authentizität schenkt mir mit deiner Stimme und diesem Text etwas Besonderes. „Für Dich und Deine Stimme“, hast Du mir in mein Notenheft geschrieben. Und ich habe es mir zu Herzen genommen und in meine wieder-wollende-Schreiberseele. Das Feuer der Leidenschaft „Schreibseelenfeuer“ sendet sein Licht auch in der Dunkelheit. Der Spiegel deiner Seele, leuchtet mir samtig ins Gesicht.

Den ersten Schritt habe ich nun getan. ….

 


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Gefühle und Motivationen….

…sind unerlässlich für meine tägliche Arbeit.

Fehlt mir eine Komponente davon, ist der Tag irgendwie zwischen den Fingern zerieselt. Dann benötige ich etwas, das mich wieder ins Lot bringt. Aufpeppt. Kraftquellen zum Beispiel. Landschaften. Himmel. Geschichten.

Könnt ihr mir folgen?

Manchmal mache ich ein Spielchen daraus. Ich sammle Worte. Aufgeschnappte Worte, so wie heute: jonglieren, Mut, Schritt für Schritt, Wolkenberge, aufgetürmt, Angst, Catwalk, Festhalten, ohne, Glück, Torte, Herausforderung.

…und dann beginne ich zu spielen 🙂

Schritt für Schritt türmt sich die Angst auf zu Wolkenberge. Ohne Glück jongliere ich die Torte über den Catwalk. Festhalten. Mut ist eine Herausforderung.

Ich jongliere Mut. Torte, aufgetürmt wie Wolkenberge. Schritt für Schritt ohne Angst über den Catwalk. Eine Herausforderung. Glück festhalten.

Ohne Festhalten eine Herausforderung, den Catwalk Schritt für Schritt über den Wolkenberg zu jonglieren. Aufgetürmte Angst. Nur Mut zum Glück, Torte!

Ich jongliere die Angst über die Herausforderung Torte. Schritt für Schritt, aufgetürmter Mut. Wolkenberge halten am Catwalk fest, ohne Glück.

© Martina Väth

 


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Im Park gegenüber…

..saß er und fror sicherlich jämmerlich.

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Am Wochenende war ich in London unterwegs. Schön blau war der Himmel. Kaltes Mützenwetter. Winterstiefel und Handschuhe waren nötig.

Mit wundervollen Erlebnissen bepackt komme ich langsam wieder in meinen Vier Wänden an. Ich lausche den Klängen nach, die noch ganz präsent sind.

Da ist zum Einen die Stille der Parks. Die quirlige Lebendigkeit des Piccadilly Circus…..

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Auch in der Stadt wird auf den Sommer sehnsüchtig gewartet…

Als absolutes Highlight ergatterte der Gatte noch zwei Restkarten hier….

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Und es klingt in mir nach…….


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Musikgedanken

Wie sehr Musik in meinem Leben eine Rolle spielt, spüre ich vor allem dann, wenn sie nicht präsent ist. Dies geschieht, wenn ich auf Reisen bin. Es fehlt mir etwas. Das Autoradio mit seinem blechernen Lautsprecher schmerzt mich zuweilen in meinen Ohren. Die Stille lässt mich Vogelstimmen und Windrauschen aufnehmen. Naturklänge wecken mir meine Sehnsucht nach dem eigenen Ausdruck. Doch mein Klavier, meine Geige sind so fern. Was ich habe ist meine Stimme. Von Zeit zu Zeit beginne ich zu singen. Nichts Bestimmtes. Töne entstehen irgendwo zwischen Herz und Bauch. Ein Ton ohne Text entstömt meiner Brust. Will nach außen – strebt nach Erfüllung.

Auf Reisen begegnet mir Hier und Da ein Musikfenster, Innenräume. In meiner toskanischen Lieblingsstadt Siena weiss ich um einen Ort, wo meine innerste Sehnsucht einen Platz zum träumen hat. Träumen, auftanken, Stress loslassen, mich hingeben kann. Ein Platz der Musik. Ein unspektakulärer Platz, mitten im Getriebe von Touristen. Nur wenige finden hierher in den Innenhof der Musikakademie. Eine Akkustik die berauscht. Leise nehme ich Platz.

Hier an diesem Ort kann meine Seele atmen, kann ich mein Musikherz auftanken. Als ich diesen Platz betrat wurde von Einaudi ein Klavierstück gespielt.

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Und Heute – halte ich diese CD in meinen Händen. Während ich mit geschlossenen Augen lauschte wurde mein Musikherz bemerkt. Und jetzt? Lege ich mir Dieses Geschenk in das Wiedergabegerät und nehme Platz um zu lauschen, auftanken, loslassen,…….erinnern.


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Was gibt es Schöneres…

als sich ausgiebig zu recken und zu strecken. Sich zu bewegen in allen Richtungen?  Jede einzelne Muskelfaser des Körpers. Nach der Musik von „Amélie“? – Ach ist das herrlich. Welch W*o*h*l*t*a*t  – . Leise seufzend die Ausdehnung in Raum und Musik geniessen.

Dabei wird das Jaulen des Muskelkätzchen zu einem schnurren…….

Ach ist das Herrlich. 😉


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Ich glaube Farbe macht blöd

Ich kann es jetzt dann nicht mehr riechen. Zum Glück werden meiner Maler heute fertig. Es ist eigenartig mit der Farbe. Zuerst riecht/stinkt es gar nicht mal so schlimm. Aber nach einer gewissen Zeit kannst Du nicht mehr klar denken. Die Konzentration flieht aus den Hirnwindungen ins Freie. Gefühlmässig entwabert sie mir durch das gekippte Fenster und sucht sich einen Weg ins Freie. Jedenfalls fühlt sich mein Kopf an wie in einen Schraubstock gepresst. Die Folge: Ich habe einen Kopp wie „ein Zehnereis“. In diesem Zustand bin ich dann zum Geigenunterricht gefahren.

Und da habe ich es gemerkt: Farbe macht blöd!! Ganz sicher – ich blickte meine Noten an und wusste nicht recht was die von mir wollen. Kam mir vor wie ein Erstklässler dem ein Buch vorgelegt wird und er es vorlesen soll. Mein Lehrer hat mir etwas erklärt. Ich habe es gehört und es waberte durch den Raum, seine Stimme, seine Worte, sein Inhalt entzog sich mir. Dann versuchte ich die Worte zurückzuholen in mich hinein und sammelte das herumwabernde Etwas zu greifen. Ganz langsam sackte es …….. und dann begriff ich was er meinte/wollte. Doch umsetzen ging nicht wirklich gut. Deshalb bin ich mir sicher

Farbe macht blöd!


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Von Stimmungen hörbar machen…

Meine neue Geige ist ein besonders sensibles Instrument. Jegliche Stimmung, sei es Mißstimmung oder Hochgefühl wird beim spielen verstärkt. Wenn ich das mit meinem alten Instrument vergleiche, so konnte ich mit der Strichtechnik des Bogens so einiges ausgleichen. Und ich verspreche euch, ihr hättet meine Stimmung nicht herrausgehört. Aber jetzt……. das neue Instrument, trägt eine Sensibilität in der Tonqualität. Die Seele seines Erbauers muss eine sensible sein. Denn sonst hätte er ein solches Instrument nicht erschaffen können.

Ohne meine persönliche Stimmung anzusprechen wird sie so hörbar. Und so kam es, dass mein Geigenlehrer letzte Woche zu mir sagte: „Geige spielen, ja selbst das Üben darf Spass machen“ – „Du weisst selbst wie sich ein schöner Ton anhört, das muss ich Dir nicht erklären“. Ich war sprachlos. So etwas hat er in zwanzig Jahren Unterricht noch NIE zu mir gesagt. Und – JA, er hat recht. Es darf Spass machen.

Ich wünsche mir dass ich Töne der Lebensfreude und Lebendigkeit erklingen lasse.  Und antworte heute in Gedanken: Ja, ich weiss wie sich ein schöner Ton anhört – und Ja,  es darf Spass machen.