sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Von der Muse, die Möglichkeit der Wahl, Elend oder Glück

Das schöne am Schönen ist, dass es so schön ist.

(c) Martina Väth

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P1050736 Die Muse, sie steht im Schloss in Weimar. Sie küsste mich, hier in diesem Saal wo einst Franz Liszt sein 1. Klavierkonzert Ur aufführte. Als ich den Saal betrat und mich ihr zuwandte, da war es geschen. Noch ehe ich wusste wer sie war.

Ich möchte  sie hier auf meiner Seite haben. An meiner Seite. Ihre Schönheit betrachten. Von ihr lernen.

Ich habe mich verliebt, unsterblich, in die Schönheit der Muse. Mit ihr möchte ich meine Zeit teilen, vermehren.

Ein weiteres Buch kam zu mir. Auf dem Postwege. Eine liebe Mitbloggerin hat es mir geschickt, die hier nicht genannt werden möchte. Wie bei  Gudrun – Sterne pflücken. Mühe, (Vor)-Freude und Zufriedenheit.

Die Parallele ist  mir erstaunlich. Hier fehlen mir tatsächlich kurz die Worte……

Mein Buch ist ein ganz anderes. „Ich bin nicht Ottilie“ – Sigrid Damm. Es handelt von Liebe und über eine schadende Liebesbeziehung. Das sich loslösen aus der Verantwortung von einer einklagende Liebe, die keine ist. Entscheidung zwischen Elend und Genuß. Hinwendung zu Genuß. …..

Ja – Hinwendung zum Genuß des Lebens.

Ja – meine Energie für mich nutzen

Ja – für kommunikativen Austausch

Loslösen von destruktiven Beiträgen

Loslösen von Dialogen die keine Wertschätzung haben

Loslösen von Projektionen auf mich.

Ich nutze in Zukunft meine Zeit für konstruktive Beziehungen. Meine Energie für das Schöne im Leben. Für die Ziele, welche ich anstrebe in meiner beruflichen Neuorientierung. Hinwendung zu mir mit Achtsamkeit. Nicht dass nun jemand auf die Idee kommt, ich möchte nur noch mich sehen. Es geht mir um Wertschätzung, Ehrlichkeit, Authentizität im Umgang des Miteinanders. Um Freundschaft. Um Geben und Nehmen. Um Ja – zum Leben. Um sich gegenseitig zu stärken. Freunde eben. Auf einen solchen  Austausch freue ich mich.

Ich bin noch nicht fertig mit lesen, mit „Ich bin nicht Ottilie“. Eines weiss ich sicher, es verändert.

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Anmerkung: über die Parallele zu Gudrun bin ich sprachlos.


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Im neuen Jahr

Ein neues Jahr und eine ungeheuere Schaffenskraft werkelt in mir. Drängt nach außen. Will schreiben und tue es.Noch halb auf Weg. Durch einen kurzen Zwischenstopp in München, finde ich endlich etwas Zeit und nutze diese um euch in euren virtuellen Räumen zu besuchen. Meine Reisegedanken sortieren und aufräumen ist notwendig. Damit die vielen Eindrücke an Ausdruck gewinnen, schreibe ich. – Sonst platze ich oder es gibt einen inneren Stau. Beides ist der Gesundheit nicht zuträglich.

Inspiriert von Gotha, Weimar, Wittenburg, Freunde, eindrückliche Stimmungen, belebte Museen, Kunstgalerien, Schlösser, Burgen, Gemäuer, alte Steine auf denen schon Goethe, Schiller, Kafka, Luther, Fürsten und Könige, Fürstinnen und Königinen und wer-sonst-noch-so-alles stand. Es hat mich tief berührt.Der Satz „Ich kann, weil ich will – was ich muss“ (Kant), wandelt sich in meine eigene Wortwahl.

Ich schreibe, weil es mich dazu drängt. Meine Eindrücke in Ausdruck zu wandeln. Mit Worten Geschichten gestalten.

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Ich weiss: ganz Vielen bei denen ich lese, geht es zur Zeit nicht gut. Ob dies Gesundheitlich, Beruflich, Familiäre Bedingungen, Trauerfälle, Ängste oder noch weitere Dinge sind. Es berührt mich. Nichts bleibt wie es ist. Die Welt bewegt sich und wir bewegen uns mit, tun dies mal langsamer und dann wieder schneller. Und doch – geht es immer weiter.

Ich wünsche allen die hier lesen, viele schöne Stunden, Tage, Wochen, Monate und viele heiteren Momente im Neuen Jahr.


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Verantwortungstöne

Ein in Aufruhr geratenes Herz. Tausend Gedanken. Tosend und aufgewirbelt. Ein Drunter und Drüber. Über Verantwortung und Verantwortungslosigkeit. Über das was ich dazu zu leisten vermag. Über das was ich an Verantwortung von mir weisen mag. Über das, was mich wieder frei atmen lässt.

Ein klären in Tönen.   Klavier.   Töne.   Voll und uneben.   Stolpersteine.          Ein Drunter und Drüber über diesen Widerstand – verharren in Tönen.            Ein sich aufschäumender Wirbel. Quirlige Strudeltöne. Ein kurzer Rückfluss.    Ein inneinanderfließen von  Tönen.    Und doch – ein Auflösen derselben in virtuosem Rauschen. Ein aufbäumen unter meinen Fingern, ein aufbegehren meiner Selbst.

Ein Pause-Innehalte-Ton, weckt Sehnsucht.  Leitet mich wieder in ruhigere Gewässer.

Ein fließendes Stück Leben.

(c) Martina Väth

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Von der Liebe

Liebe ist wie Musik. Man kann Töne nicht mit Händen festhalten. Kein Klang mit Armen fixieren. Man muss es hören können, die feinen Zwischentöne. Lauschen, den Klangwellen Räume erschliessen. So kann sich eine Weite auftun, welche  sich über Sorgen und Nöte erhebt. Eine Weite die Grenzen aufhebt. Dann möchte ich die Augen schließen und weiter träumen, die Sinfonie der Liebe. Und lauschen….

(c) Martina Väth


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Von der Liebe

Wenn man verliebt ist und genügend geprüft hat ob man zusammen gehört, dann darf man fragen: „möchtest Du für immer bei mir bleiben?“ – Wenn Sie einem dann jubilierend am Hals oder unterm Kinn klemmt und mit strahlendem Klang antwortet. „Jubili, Trililli, Jubili, JaJaJa!“  –  Dann erst kommt die zweite Frage die man sich persönlich und ganz leise stellt: „kann ich Sie mir überhaupt leisten?“  Doch bei Verliebtheit rückt man ungerade gerade und lächelt milde. Senkt seinen Blick tief in die Geldbörse und zählt die Groschen…… Und dann? Drückt man die Geliebte ganz fest an seine Brust und raunt ihr die zuckersüßen Worte ins Ohr „Ich liebe Dich“.


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Klangwelten

Die Töne des Alltäglichen klingen mir zeitweise versetzt zur Harmonie. Mißtöne wecken die Sehnsucht nach einer anderen Tonart.

Manchesmal gerät mein Herz in Mißstimmung. Dann braucht es eine neue Stimmung, wie mein Klavier. Ein ausgewogenes Klangbild. Laut pocht die Wut. Leise, ja fast unhörbar klingt die Scham. Die Sehnsucht klingt wie ein öffnender Schlüssel an meiner Herzenstür. Die Töne klingen zuerst kratzig bis bissig, bevor sie sich in Träumereien nach Außen winden. Erst zaghaft und abgehackt. Dann wandeln sie sich in einen anderen Ausdruck, werden klar und unmissverständlich.

Ich kann sie nicht länger überhören. Meine ganz persönlichen Träumereien.

(c) Martina Väth