sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Was mich bewegt…..

… bewegt auch Andere

 

Xenia hat es so an sich, dass sie gerne schmust und sich für eine Weile ganz eng an mich schmiegen möchte. Dieses Ritual gönnen wir uns täglich. Meist Zuhause auf der Couch. Ein Blick und ich weiß, jetzt ist Schmusezeit. Sie schmiegt sich so eng an mich, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt.

Nun waren wir aber unter einer Gruppe von Bekannten, zu einem Treffen verabredet. Jemand hielt gerade einen Vortrag als mich Xenia mit ihrem „ich-möchte-JETZT-schmusen-Blick“ ansah. Nun Ja – zugegeben, Frauchen war selbst sehr müde und das Zuhören war erschwert durch Außenlärm. Eine Couch gab es natürlich nicht, denn ich sass auf einem Stuhl und hatte plötzlich einen Schosshund. Tiefenentspannt und höchst zufrieden kuschelte sich Xenia auf meinem Schoss zurecht. Die Zuwendung selbst genießend, entspannte ich zusehends mit.

Ich bemerkte noch die Blicke meines Gegenübers. Blicke die mitgenossen……

Und später, als die Schmusestunde längst beendet war, sprach er mich lachend an:

„Ich wünsche mir eine Frau, die mich so liebt, wie Du deinen Hund.“

Seine Augen blitzten verschmitzt.

Ach – wünschen wir uns das nicht Alle? – dachte ich. Aber gesagt habe ich es nicht. Nur geschmunzelt.


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Trotzkopf und so….

Hilfe mein Hund macht was er will!

Immer wieder mal. Die Hundeschuletipps: „einfach mal ignorien“ ?!?!????

Also mein Hund hat damit kein Problem und kann sich seeeeehr gut alleine beschäftigen.

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Man sieht die Erde fliegen…… Ja – ein Terrierköpfle halt. UND wir haben am Samstag PRÜFUNG. Begleithundeprüfung!!!

Also entweder schaffen wir das….. oder wir werden wegen ungehörigen Benehmens des Platzes verwiesen.


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Stolperfallen und viel grün….

Heute ist Regen-Erster-Mai. Soviel wie es heute regnet…. ich glaube, das ist außreichend für den ganzen Mai. Soweit so gut. Erster-Mai-Regen hin oder her. Heute war ich jedenfalls nicht die Erste im Mairegen. Nicht mal der Hund wollte raus. Also, konnte auch ich heute einmal etwas länger liegen bleiben. Und das tat gut.

Kalt ist es geworden. Vor zwei Tagen noch, war Barfußwetter und ja……. da war diese Stolperfalle. – Jetzt ist mein rechter Kleinzeh wieder in Position gerückt. Irgendwie fühlte es sich an, als würde er nicht mehr so ganz zu mir gehören. Nachdem ich barfuß an der Türschwelle zur Terrasse damit hängenblieb. Hölle – tat das weh! Jetzt ist er getapet. Nach Internetanleitung…. Ja, ich überlege mir…. Nein, ich verspreche es, auch mir selbst. Ich lasse es röntgen und einen Fachmann Draufäugen. ….

Nun – so gestresst und eher notgedrungen „Selbstentschleunigt“, waren wir gestern unterwegs. Wir: der Gatte, ich und der Hund. Ein Wanderheim blickte uns einladend an – mitten im Grünen. Ein Wanderheim, mit Blick über eine Landschaft – hach, zum träumen. Gestresst von allem Möglichen sassen wir also auf einer Veranda. Ein riesengroßer Kastanienbaum neigte seine Zweige soweit über die Veranda, dass es sich wie ein beschützter Raum darunter anfühlte. Das Maigrün, das gestern noch Aprilgrün war. Ein Blick den nichts aufhält, weil die Landschaft dort weit ist – öffnete Seele, Herz und Räume welche den Atem von alleine frei werden lassen. Ich bin mir sicher, dass diese Landschaft für diese Regungen sorgte.

Der Blick in die Weite. Zwischen dem Grün ein Traktor. Gemächlich zieht er seine Bahnen über das Feld. Kein Rattern ist zu hören. Dazu ist er zu weit entfernt. Mein Auge folgt den Linien die er zieht, der Gemächlichkeit, der Struktur von Linien. Hätte mein Hund an dieser Stelle nicht in allen Tönen kund getan, dass sie Hunger hat – großen Hunger, so hätte ich selbst das Essen bei den ruhigen Bildeindrücken vergessen können.

Habt ihr schon einmal einen hungrigen Terrier singen hören? 🙂

© Martina Väth

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Vom Hunger der verfliegt…

… wenn sich eine Fliege verfliegt!

oder ein ganz großes WÄÄÄÄÄÄHHH!!!

Stell Dir vor: Du hast großen Hunger und möchtest Dich gesund satt essen. Du erinnerst Dich an den Rest, an Rindfleischgeschnetzeltes und zwei Kartoffeln. Schön kross liegen die Kartoffelchen in feinen Scheiben auf deinem Teller. Dabei der leckere Rest und noch reichlich, vom Vortag. Genussvoll gabelst Du in den Mund. Freust Dich, dass es so ist. Und dann – nach der fünften Gabel entdeckst Du sie.

Grünlich glitzernd, lila und silbrig bis gelb – tot!!!!

Verflogen! ….. Auch mein Hunger!!!

Eine mausetote Fliege – oder eine fliegentote Leiche?

Leute – so geht abnehmen, von ganz von selbst.

 


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Hasenholunder

Vor kurzem wollte ich noch rasch ein paar Holunderdolden schneide. So schnappte ich mir mein Hundemädel, eine Tüte und eine Schere, und ab ging es in die Büsche.

Auf der Rückseite eines Heckenweges, schön geschützt fand ich was ich suchte. Mein Hundemädel unten am Rand fröhlich schnuppernd und ich in angemessener Höhe auch 🙂

So standen wir auf der Wiese, welche die Hecken säumten am nahen Waldrand. Glücklich dass ich noch blühenden Holunder gefunden hatte. Ich streckte mich ganz weit nach oben, denn natürlich sind dort die schönsten Blüten und Duftigsten dazu. Es dauerte nicht lange und außerdem brauchte ich nur zwölf oder so.  Also reckte und streckte ich mich und mühte mich redlich ab. Xenia außer acht lassend.

Ein kurzes Innehalten…. ein suchender Blick… ein Fragezeichen im Blick…. „Xenia“???

Ich schaute mich suchend um, langsam in seichte Panik geratend.

Da – am Feldrand, ganz am Ende (wie kam sie nur so schnell dahin?) mit irgendeinem Tier. Ein Reh?? Ich rief und lockte, und mein braves Hundemädel schaute zu mir und rannte und brachte ihren neuen Kumpel gleich mit. Einen riesengroßen Feldhasen, in einem Abstand von zwei Meter, rannten sie parallel auf mich zu. Der Hase Panik im Blick und den Wald anvisierend – Ich denke: wieso schlägt der keinen Haken??? – und Xenia ganz stolz, als wollte sie sagen: „Guck Mal mein neuer Kumpel!!!! Schau mal, ich bin genauso schnell“ Dann rauschten zwei flotte Feger an mir vorbei…… und ab in den Wald.

Boahh! – Welch toller Braten! Einfach ab in den Wald?

Zum Glück kam mein Hundemädel, mich nach drei Minuten suchen, und so gab es ordentlich Leckerlies fürs wiederkommen. Und Leine!

Die Eine mit Wackelbeinen und die Andere mit ordentlich Adrenalin im Blut, machten wir uns auf den Heimweg.

Der Holundersirup sollte eigentlich ein Hasenetikett bekommen, denke ich – Oder?

Ach ja – der Topf steht noch in der Küche und wartet auf mich….


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Das Grasen der Pferde…

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Inmitten von Grün. Seelenruhiges grasen. Es berührt mich. Jedesmal – wenn ich bei den Pferden bin, diese Ruhe. Und Gelassenheit!

Dann nehme ich sie mit. Diese Ruhe und Gelassenheit, zu Mir mit nach Hause. Dann – wenn ich mir Ruhe gönne, kommt sie wieder – die Erinnerung daran. Dann – wenn ich mir dies gestatte, höre ich es – das ratschende Geräusch des Grasens. Eine Ruhe kehrt dann in mich ein. Breitet sich dort aus – wo die meiste Unruhe herrscht und drängt sie …. zur Ruhe!

Die Unruhe in mir – kann sich so wandeln.

So sitze ich … und lausche: dem Grasen der Pferde.