sinfoniemia

Gedanken über das Leben in Dur und Moll


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Was mich bewegt…..

… bewegt auch Andere

 

Xenia hat es so an sich, dass sie gerne schmust und sich für eine Weile ganz eng an mich schmiegen möchte. Dieses Ritual gönnen wir uns täglich. Meist Zuhause auf der Couch. Ein Blick und ich weiß, jetzt ist Schmusezeit. Sie schmiegt sich so eng an mich, dass kein Blatt Papier mehr dazwischen passt.

Nun waren wir aber unter einer Gruppe von Bekannten, zu einem Treffen verabredet. Jemand hielt gerade einen Vortrag als mich Xenia mit ihrem „ich-möchte-JETZT-schmusen-Blick“ ansah. Nun Ja – zugegeben, Frauchen war selbst sehr müde und das Zuhören war erschwert durch Außenlärm. Eine Couch gab es natürlich nicht, denn ich sass auf einem Stuhl und hatte plötzlich einen Schosshund. Tiefenentspannt und höchst zufrieden kuschelte sich Xenia auf meinem Schoss zurecht. Die Zuwendung selbst genießend, entspannte ich zusehends mit.

Ich bemerkte noch die Blicke meines Gegenübers. Blicke die mitgenossen……

Und später, als die Schmusestunde längst beendet war, sprach er mich lachend an:

„Ich wünsche mir eine Frau, die mich so liebt, wie Du deinen Hund.“

Seine Augen blitzten verschmitzt.

Ach – wünschen wir uns das nicht Alle? – dachte ich. Aber gesagt habe ich es nicht. Nur geschmunzelt.


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Mich leiten lassen….

Heute war ich mit meiner Hündin flüchtend unterwegs. Das muss ich erklären: Es ist so, dass ich an einem Ort lebe, wo die Bundeswehr seit Neuestem vermehrt Sprengübungen durchführt. Heute war es besonders schlimm. Meine Hündin leidet. Und ich auch. Sie sucht Schutz bei mir und im Auto. Beim ersten Knall rennt sie mir zurück zum Auto und wartet davor. Das tut mir sehr leid. So redete ich mit meiner Hündin: „wir fahren heute woanders hin, irgendwohin wo es nicht knallt“. Packte unsere Sachen und los ging es, ins Auto und weg…..

Weg, waren 15 km Fahrt in ein Waldgebiet. Erleichtert ließ ich sie laufen…… Keine 10 Minuten vergingen, da gab es drei dumpfe Detonationsgeräusche! Bis hierher zu hören! Mich macht das sprachlos und meine Hündin brachte es sofort in den Fluchtreflex. Leider kann ich nicht so schnell laufen wie sie. So sehe ich sie dann ums Auto kreisen mit hilfesuchendem Blick zu mir. Da fahre ich also 15 km um in Ruhe einen schönen Spaziergang zu machen und dann DAS! Für zehn Minuten Gassigang?

Nun – da wir schon mal so lange gefahren sind und Zuhause die Ungemütlichkeit derzeit wohnt, habe ich wieder mit meiner Hündin geredet: „weisst Du was? Wir fahren jetzt in ein Einkaufszentrum und machen uns einen schönen Tag.“ Ich weiss nicht, ob es nicht eher ein Selbstgespräch war, aber es war ein Beschluss. Spontan und ohne mit der Absicht gestartet zu sein, überprüfte ich meine finanzielle Lage. Hmmm, Einkaufszentrum was will ich dort ohne Geld? Und meine Lesebrille habe ich auch nicht dabei. Also wusste ich eigentlich nicht so richtig was ich dort sollte. In einem Einkaufszentrum.

Kaum hatte ich das Einkaufszentrum betreten, hatte ich sogleich eine nette, freundliche Begegnung mit Menschen. Hundefreunde. Ich setzte mich in einen zur Relax-Zone ernannten Lounchbereich und lauschte der Musik dort. Meine Hündin an meine Seite geschmiegt, schloss ich die Augen und genoss die Ruhe, die Musik und das warme Bündel Lebendigkeit an meiner Seite.

Musik mit Raumklangerleben. Boxen die mich Musik fühlen lasse, erleben lassen. Raumklang! Mit geschlossenen Augen höre ich rechts neben mir die Klänge des Klaviers. Links hinten der Bass, davor ein Saxophon. Und in der Mitte eine Sängerin. Solche Boxen hatte ich einmal in meinem Zuhause. Leider wurden sie mit ausgezogen. Doch war ich nicht wehmütig in dem Moment. Ich genoss das Hiersein bei der Musik und ein Gefühl von Zuhause sein machte sich in mir breit.

Was also brachte mir der Besuch im Einkaufszentrum? Auch ohne Geld, Zufriedenheit und eine handvoll Glück.

Dieses Erleben möchte ich gerne mit euch teilen.


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Trotzkopf und so….

Hilfe mein Hund macht was er will!

Immer wieder mal. Die Hundeschuletipps: „einfach mal ignorien“ ?!?!????

Also mein Hund hat damit kein Problem und kann sich seeeeehr gut alleine beschäftigen.

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Man sieht die Erde fliegen…… Ja – ein Terrierköpfle halt. UND wir haben am Samstag PRÜFUNG. Begleithundeprüfung!!!

Also entweder schaffen wir das….. oder wir werden wegen ungehörigen Benehmens des Platzes verwiesen.


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Morgenruhe

Beim Spaziergang in der Frühe.

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Nebelschleier ziehen durch

dazwischen Schafe. Eine große Herde.

Friedlich beäugen wir uns gegenseitig

Die Ruhe der Weide im Sonnentau, lässt den Nebel verblassen

weich zeichnet sich die Landschaft darin.

Waldrand, Moos, Wiese, Licht

und die Schafe – natürlich Natürlich

und Ich?

Bin ich authentisch?

Stehe ich für mich ein?

Mitten in der Morgenruh-Friedlichkeit, sitzt ein Rabe, zwischen all den Schafen.

Und behalten ihre Natürlichkeit, natürlich

der Rabe und die Schafe.

Wir gehen unseren Weg

Xenia und Ich – weiter,

mit einem Bild des Friedens, der Akzeptanz.

© Martina Väth

(P.S. ein Bild gibt es leider nicht, Handy blieb zu Hause)


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Zurück …

…aus den Bergen und dem Blog.

Seit ich auch facebuch nutze, ist mir das bloggen etwas abhanden gekommen. Doch ist in mir der Wunsch, meinen Blog wieder mehr mit Leben zu füllen. Der Austausch ist mir wichtig und auch die Möglichkeit, meine Gedanken zu äußern. Einige Freundschaften sind darüber schon entstanden und das möchte ich gerne weiterpflegen. In welchen Zeitabständen ich dies tue, behalte ich mir noch vor. Doch bemerke ich, dass fb keine Alternative ist. Es geht zwar schneller und ich nutze es gerne weiterhin, doch der Austausch auf dem Blog ist mir mindestens so wichtig. Wenigstens eine Wochenpost nehme ich mir vor….. und vielleicht wird es ja von alleine mehr 🙂

Und so liegt mir diese Post am Herzen oder zu Füssen 🙂 und juckt mich in den Fingern, deshalb nun schreibe ich hier…….

P1020892 Angefüllt mit tausend Gedanken, Eindrücken, Ideen bin ich wieder Zuhause.  Diese Fülle, welche sich gerade in den kleinen Dingen verborgen hält, bis wir ihr Raum geben.

Tausend Gedanken wollen umgesetzt werden und ich bin froh um diese Wegbegrenzung, die auch meine Gedanken in einen Weg bahnt. Die Natur als Metapher nutzen, das ist mir schon oft gelungen. So weiss ich eine Möglichkeit, mich damit selbst zu lenken. Und ja – wenn es mir zu eng wird…. suche ich mir einfach ein neues Bild. 🙂

 

 

P1020864Die Freiheit meiner Hündin zum Beispiel. Sie darf sich frei bewegen und die Landschaft erkunden. Manchmal wünsche ich mir den Tatendrang meines Löwen-Terrier-Mädels. Die Begeisterung schaue ich mir ab….. Die Lebensfreude wirkt ansteckend, sowie die Neugierde.

Doch so interessant die Landschaft und Anderstierwelt dort für meine Hündin ist, so ist sie stets mit einem Auge oder Nasenflügel bei mir. Dieses Vertrauen meiner Hündin in mich, macht mich manchmal sprachlos.

 

 

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Von oben in die Weite blicken…. aus anderer Perspektive betrachtet, erscheint manches leichter, beschwingter, heiterer, selbstverständlich, ruhiger, bezwingbar. Und das was unbezwingbar scheint, lässt sich aus der Nähe betrachtet bezwingen, erklettern, ersteigen. Ach ja – die Berge und ihre Metapher welche dabei entstehen…..

 

 

 

 

 


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Hasenholunder

Vor kurzem wollte ich noch rasch ein paar Holunderdolden schneide. So schnappte ich mir mein Hundemädel, eine Tüte und eine Schere, und ab ging es in die Büsche.

Auf der Rückseite eines Heckenweges, schön geschützt fand ich was ich suchte. Mein Hundemädel unten am Rand fröhlich schnuppernd und ich in angemessener Höhe auch 🙂

So standen wir auf der Wiese, welche die Hecken säumten am nahen Waldrand. Glücklich dass ich noch blühenden Holunder gefunden hatte. Ich streckte mich ganz weit nach oben, denn natürlich sind dort die schönsten Blüten und Duftigsten dazu. Es dauerte nicht lange und außerdem brauchte ich nur zwölf oder so.  Also reckte und streckte ich mich und mühte mich redlich ab. Xenia außer acht lassend.

Ein kurzes Innehalten…. ein suchender Blick… ein Fragezeichen im Blick…. „Xenia“???

Ich schaute mich suchend um, langsam in seichte Panik geratend.

Da – am Feldrand, ganz am Ende (wie kam sie nur so schnell dahin?) mit irgendeinem Tier. Ein Reh?? Ich rief und lockte, und mein braves Hundemädel schaute zu mir und rannte und brachte ihren neuen Kumpel gleich mit. Einen riesengroßen Feldhasen, in einem Abstand von zwei Meter, rannten sie parallel auf mich zu. Der Hase Panik im Blick und den Wald anvisierend – Ich denke: wieso schlägt der keinen Haken??? – und Xenia ganz stolz, als wollte sie sagen: „Guck Mal mein neuer Kumpel!!!! Schau mal, ich bin genauso schnell“ Dann rauschten zwei flotte Feger an mir vorbei…… und ab in den Wald.

Boahh! – Welch toller Braten! Einfach ab in den Wald?

Zum Glück kam mein Hundemädel, mich nach drei Minuten suchen, und so gab es ordentlich Leckerlies fürs wiederkommen. Und Leine!

Die Eine mit Wackelbeinen und die Andere mit ordentlich Adrenalin im Blut, machten wir uns auf den Heimweg.

Der Holundersirup sollte eigentlich ein Hasenetikett bekommen, denke ich – Oder?

Ach ja – der Topf steht noch in der Küche und wartet auf mich….